Blaubeuren

Meteorit lang Jahrzehnte im Garten - jetzt kommt er ins Museum

HANDOUT - 15.07.2020, Baden-Württemberg, Blaubeuren: Ein Meteorit liegt in Blaubeuren auf einer Werkbank. Nach Angaben des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt wurde der rund 30 Kilogramm schwere Meteorit als größter bislang bekannter Steinmeteorit bestimmt. Gefunden wurde er im Jahr 1989. (zu dpa ««Sensation» - Größter deutscher Meteorit im Südwesten ermittelt») Foto: Gabriele Heinlein/Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt/dpa - ACHTUNG: Nur zur redaktionellen Verwendung im Zusammenha

HANDOUT - 15.07.2020, Baden-Württemberg, Blaubeuren: Ein Meteorit liegt in Blaubeuren auf einer Werkbank. Nach Angaben des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt wurde der rund 30 Kilogramm schwere Meteorit als größter bislang bekannter Steinmeteorit bestimmt. Gefunden wurde er im Jahr 1989. (zu dpa ««Sensation» - Größter deutscher Meteorit im Südwesten ermittelt») Foto: Gabriele Heinlein/Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt/dpa - ACHTUNG: Nur zur redaktionellen Verwendung im Zusammenha

Bild: Gabriele Heinlein

HANDOUT - 15.07.2020, Baden-Württemberg, Blaubeuren: Ein Meteorit liegt in Blaubeuren auf einer Werkbank. Nach Angaben des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt wurde der rund 30 Kilogramm schwere Meteorit als größter bislang bekannter Steinmeteorit bestimmt. Gefunden wurde er im Jahr 1989. (zu dpa ««Sensation» - Größter deutscher Meteorit im Südwesten ermittelt») Foto: Gabriele Heinlein/Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt/dpa - ACHTUNG: Nur zur redaktionellen Verwendung im Zusammenha

Bild: Gabriele Heinlein

Der größte Steinmeteorit Deutschlands lag Jahrzehnte lang unbemerkt in einem Garten nahe Ulm. Jetzt kommt er ins Museum.

29.07.2020 | Stand: 15:53 Uhr

Der größte Steinmeteorit Deutschlands wird für mehrere Wochen in einem Museum auf der Schwäbischen Alb ausgestellt. Bis Ende Oktober können Besucher den von Experten als Sensationsfund bezeichneten Koloss im Urgeschichtlichen Museum in Blaubeuren (Alb-Donau-Kreis) ansehen.

Bürgermeister Jörg Seibold nannte den Meteoriten am Mittwoch ein "Geschenk des Himmels". Der kosmische Körper ist nach der Stadt in der Nähe von Ulm benannt worden.

Jahrzehntelang lag der Meteorit unbemerkt auf einem Grundstück in Blaubeuren. Bereits 1989 hatte Grundstückbesitzer Hansjörg Bayer den vermeintlichen Stein entdeckt, als er in seinem Garten in 50 Zentimetern Tiefe ein Rohr verlegen wollte. Dann hätte ihn der Finder beinahe mit anderem Abraum entsorgt: "Eigentlich lag der Brocken schon auf dem Anhänger, um ihn wegzuschaffen", sagte Bayer.

Zum Glück überlegte er es sich anders und bewahrte den Stein seit 2015 im Keller des Hauses in einem Schrank auf. Im Januar 2020 wollte der Finder doch Gewissheit haben über die Herkunft seines Steinfundes und kontaktierte das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR). Dieter Heinlein in Augsburg, der Meteoritenexperte des DLR, bestätigte: Der Brocken ist etwas ganz Besonderes.

Meteorit Blaubeuren ist jetzt im Museum zu sehen

Nach einer ganzen Reihe weiterer Untersuchungen, an denen auch ein Allgäuer Steinmetz beteiligt war, wurde ‚Blaubeuren‘ Anfang Juli offiziell als Meteorit anerkannt.

Das Fundstück hat eine Masse von 30,26 Kilogramm. Bislang war der bei Oldenburg gefundene "Benthullen"-Meteorit mit einem Gewicht von 17,25 Kilogramm laut Deutschem Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) der Rekordhalter.

Zu sehen ist der rund viereinhalb Milliarden Jahre alte Meteorit nun im Urgeschichtlichen Museum (urmu) am Kirchplatz 10 in Blaubeuren. Öffnungszeiten sind Dienstag bis Sonntag, jeweils von 10 bis 17 Uhr.  

 

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Meteoriten bei Neuschwanstein