Eifersucht, Besitzansprüche, Rache

Mordprozess: Mann soll Ehefrau mit Kopfschuss getötet haben

Er soll seine Ehefrau mit einem Kopfschuss getötet haben, deshalb steht ein Mann in München vor Gericht.

Er soll seine Ehefrau mit einem Kopfschuss getötet haben, deshalb steht ein Mann in München vor Gericht.

Bild: David-Wolfgang Ebener, dpa (Archivbild)

Er soll seine Ehefrau mit einem Kopfschuss getötet haben, deshalb steht ein Mann in München vor Gericht.

Bild: David-Wolfgang Ebener, dpa (Archivbild)

Dutzende Frauen werden jährlich in Deutschland von ihrem Partner oder Ex-Partner umgebracht. Und wieder gibt es einen mutmaßlichen Fall.
Er soll seine Ehefrau mit einem Kopfschuss getötet haben, deshalb steht ein Mann in München vor Gericht.
dpa
11.02.2021 | Stand: 07:03 Uhr

Am Landgericht München I beginnt am Donnerstag (9 Uhr) der Mordprozess gegen einen Mann, der seine Ehefrau nach 17 gemeinsamen Jahren mit einem Kopfschuss getötet haben soll. Er wurde erst 2019, Jahre nach der mutmaßlichen Tat an der Mutter der fünf gemeinsamen Kinder im Jahr 2015, festgenommen. Nach Angaben der Ermittler soll er versucht haben, die Tat so aussehen zu lassen, als habe seine Frau sich selbst das Leben genommen.

Die Staatsanwaltschaft geht aber inzwischen davon aus, dass der heute 61-Jährige seine Frau aus Eifersucht umbrachte, weil sie sich kurz zuvor von ihm getrennt hatte und Beziehungen zu anderen Männern eingegangen war.

Mehr Gewalttaten in der Partnerschaft

Das Bundeskriminalamt (BKA) erfasst seit 2015 explizit bundesweit Gewalttaten in der Partnerschaft und sieht einen besorgniserregenden Trend nach oben: Von 2018 auf 2019 stieg die Zahl der Opfer partnerschaftlicher Gewaltdelikte demnach erneut, wenn auch nur leicht um 0,74 Prozent, auf 141 792. Im Jahr 2015 lag die Zahl noch deutlich darunter bei 127.457.

Allein in Bayern liegt die Zahl der Frauen, die durch die Hand ihres Partners oder Ex-Partners getötet wurden, im zweistelligen Bereich. 2019 waren es nach Angaben des bayerischen Landeskriminalamtes (LKA) 15 Frauen, 2018 noch 23 und 2017 sogar 30.

Ob Corona-Krise eine Rolle spiel, gab LKA nicht bekannt

Seit 2015 kratzen die Fälle von häuslicher Gewalt im Freistaat an der Marke von 17.000 im Jahr. Beim weitaus überwiegenden Teil davon (jeweils um die 13.000) handelt es sich bei den Opfern um Frauen.

Die Zahlen für 2020, bei denen auch die Corona-Krise und der damit verbundene Lockdown eine Rolle spielen könnte, gab das LKA noch nicht bekannt und verwies auf die offizielle Vorstellung durch das Innenministerium. Experten gehen davon aus, dass Fälle häuslicher Gewalt in Zeiten von Ausgangsbeschränkungen zugenommen haben könnten.

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