Prozesse in Regensburg/Würzburg

Mordversuch mit Medikamenten: Altenpflegerin und Krankenpfleger vor Gericht

Eine Altenpflegerin und ein Krankenpfleger stehen in Regensburg und Würzburg vor Gericht. Sie sollen absichtlich falsche Medikamente verabreicht haben.

Eine Altenpflegerin und ein Krankenpfleger stehen in Regensburg und Würzburg vor Gericht. Sie sollen absichtlich falsche Medikamente verabreicht haben.

Bild: Friso Gentsch, dpa (Archivbild)

Eine Altenpflegerin und ein Krankenpfleger stehen in Regensburg und Würzburg vor Gericht. Sie sollen absichtlich falsche Medikamente verabreicht haben.

Bild: Friso Gentsch, dpa (Archivbild)

Zwei Pfleger stehen in Regensburg und Würzburg am Mittwochmorgen vor Gericht. Die Anklage: Mutmaßlicher Mordversuch mit Medikamenten.
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dpa
29.09.2021 | Stand: 07:32 Uhr

Zwei Prozesse, zweimal geht es um mutmaßlichen Mordversuch mit Medikamenten. In Würzburg ist eine Altenpflegerin angeklagt, die zwei Seniorinnen falsche Medikamente gegeben haben soll. In Regensburg muss sich ein Mann verantworten, der seine Ehefrau mit Tabletten zu vergiften versucht haben soll. Der Prozess vor dem Landgericht Würzburg sowie die Verhandlung vor dem Landgericht Regensburg beginnen am Mittwoch (9.00 Uhr). Es sind vier beziehungsweise fünf Prozesstage angesetzt.

Falsche Medikamente verabreicht - Altenpflegerin aus Unterfranken wollte angeblich helfen

Bei dem Fall in Unterfranken soll die 49 Jahre alte Altenpflegerinnen zwei 81 und 85 Jahre alten Frauen im November 2020 falsche Arzneimittel verabreicht haben. Nach ihrer Festnahme hatte die Frau den Angaben nach ausgesagt, sie habe den Seniorinnen helfen wollen - die Gabe der falschen Medikamente soll den Zweck gehabt haben, dass ein Arzt die Frauen behandeln würde. Laut Anklage kamen beide Opfer in lebensgefährlichem Zustand in ein Krankenhaus. (Lesen Sie auch: Prozess in München gegen TÜV Süd: Drei Jahre nach Staudamm-Katastrophe in Brasilien)

Krankenpfleger aus der Oberpfalz soll Ehefrau Blutverdünner ins Essen gemischt haben

Der 47 Jahre alte Krankenpfleger aus der Oberpfalz soll seiner Ehefrau im Juli 2020 eine größere Menge des Blutverdünnungsmittels Macumar in das Essen gemischt haben. Motiv war nach Überzeugung der Staatsanwaltschaft die Trennungsabsicht der Frau. Deren Tod soll der Mann billigend in Kauf genommen haben. Das Paar hat zwei Kinder. Die Frau, die Krankenschwester ist, überlebte. Kolleginnen von ihr waren auf der Station auf ihren schlechten Gesundheitszustand aufmerksam geworden und hatten sie in die Notaufnahme gebracht. (Lesen Sie auch: Zeugenbefragung im Memminger Kokain-Prozess: Nur Prahlerei?)

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