Leiterin beruft sich auf russisches Recht

Mutmaßliche "Querdenker-Schule" bei Rosenheim: Verfahren gegen Lehrerin geprüft

Gegen die mutmaßliche "Querdenker-Schule" in Schechen, nahe Rosenheim. wird derzeit ein Ordnungswidrigkeitenverfahren geprüft.

Gegen die mutmaßliche "Querdenker-Schule" in Schechen, nahe Rosenheim. wird derzeit ein Ordnungswidrigkeitenverfahren geprüft.

Bild: Peter Kneffel, dpa

Gegen die mutmaßliche "Querdenker-Schule" in Schechen, nahe Rosenheim. wird derzeit ein Ordnungswidrigkeitenverfahren geprüft.

Bild: Peter Kneffel, dpa

Gegen die mutmaßliche "Querdenker-Schule" bei Rosenheim wird ein Ordnungswidrigkeitenverfahren geprüft. Die Leiterin beruft sich auf russisches Recht.
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dpa
24.09.2021 | Stand: 14:38 Uhr

Wegen des Betriebs einer illegalen Schule mit mutmaßlichem Querdenker-Hintergrund im Landkreis Oberbayern wird gegen die Betreiberin, eine Stiftung, ein Ordnungswidrigkeitenverfahren geprüft. Das sagte der Sprecher der Regierung von Oberbayern, Wolfgang Rupp, am Freitag. Die Regierung von Oberbayern ist die zuständige Schulaufsichtsbehörde. Ob gegen die Leiterin der Schule, eine Lehrerin, oder andere Personen wie etwa Eltern ein Verfahren eingeleitet werden solle, ließ Rupp unter Verweis auf den Datenschutz offen.

Die Leiterin der illegalen Schule sei verbeamtete Lehrerin einer Grund- und Mittelschule im Raum Oberbayern gewesen, sagte Rupp weiter. Mehrere Medien hatten darüber berichtet. Sie habe sich seit Längerem im Krankenstand befunden. Rupp äußerte sich ebenfalls unter Verweis auf Datenschutz auch nicht dazu, ob nun disziplinarisch gegen die Frau vorgegangen werde. Die Schule war von den Behörden am Mittwoch geschlossen worden.

Schulleiterin der mutmaßlichen "Querdenker-Schule" beruft sich auf russisches Recht

Die Frau berufe sich darauf, dass die Schule auf einem alten Bauernhof in Schechen von einer Stiftung nach russischem Recht getragen werde und deshalb russischem Recht unterliege, sagte der Sprecher weiter. Es sei ein "reichsbürgertypisches Denkmuster" erkennbar - auch wenn Rupp die Schule nicht direkt Reichsbürgern zuordnete. Immerhin hielten sich die Betreiber nach dem Einschreiten der Behörden an die deutschen Gesetze: Seit Mittwoch sei niemand mehr zum Unterricht gekommen, auch nicht am Freitag, sagte Rupp.

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