Drei Frauen erstochen

Nach Messerattacke von Würzburg: Menschenkette zum Gedenken an Opfer

Trauerkerzen und Blumen liegen vor einem Kaufhaus in der Innenstadt, in dem ein Mann Menschen mit einem Messer attackiert hatte. Bei dem Angriff am 25. Juni 2021 hatte ein Somalier drei Frauen in einem Kaufhaus getötet.

Trauerkerzen und Blumen liegen vor einem Kaufhaus in der Innenstadt, in dem ein Mann Menschen mit einem Messer attackiert hatte. Bei dem Angriff am 25. Juni 2021 hatte ein Somalier drei Frauen in einem Kaufhaus getötet.

Bild: Nicolas Armer, dpa

Trauerkerzen und Blumen liegen vor einem Kaufhaus in der Innenstadt, in dem ein Mann Menschen mit einem Messer attackiert hatte. Bei dem Angriff am 25. Juni 2021 hatte ein Somalier drei Frauen in einem Kaufhaus getötet.

Bild: Nicolas Armer, dpa

In Würzburg haben Hunderte Personen mit einer Menschenkette an die Opfer der Messerattacke in der Innenstadt gedacht.
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dpa
02.07.2021 | Stand: 17:28 Uhr

Mit einer Menschenkette haben eine Woche nach der tödlichen Messerattacke in Würzburg Hunderte Menschen in der Innenstadt der Opfer gedacht. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer reihten sich nahe des Tatorts von der Juliuspromenade bis zum Rathaus aneinander, wie die Polizei am Freitag mitteilte. Darunter war auch Würzburgs Bischof Franz Jung. Um 17.00 Uhr, der ungefähren Tatzeit, läutete die Glocke des Kiliansdoms als Aufruf zum Gebet. Menschen hielten Blumen in den Händen und Schilder mit den Aufschriften "Würzburg trauert" und "Würzburg hält zusammen" - auch auf Englisch, Arabisch und in anderen Sprachen.

Solidarität sowie Respekt für Helfer zeigen

Man wolle auch Solidarität mit den Menschen zeigen, die nun Vorverurteilungen und Hetze ausgesetzt seien, sowie Respekt für die couragierten Helfer, Rettungskräfte und Seelsorger, hieß es im Vorfeld vom Würzburger Bündnis für Demokratie und Zivilcourage, das die Trauerveranstaltung mitorganisierte. Für den Abend waren Gedenkkundgebungen aus dem politischen Spektrum geplant, unter anderem von der AfD.

Vergangenen Freitag hatte ein 24-jähriger Somalier in einem Kaufhaus drei Frauen erstochen und sieben Menschen zum Teil lebensgefährlich verletzt. Das Motiv ist weiterhin unklar. Der 24-Jährige hatte sich zuvor wiederholt psychisch auffällig gezeigt. Laut Bayerns Innenminister Joachim Herrmann (CSU) gibt es auch Hinweise auf ein mögliches islamistisches Motiv.