Fingierter Unfall

Nach Mordversuch auf der A8: Flüchtiger Mann offenbar bei Erding unterwegs

GUE Unfall

Bei diesem Unfall auf der A8 soll ein Mann versucht haben, seine Frau zu töten. Davon geht die Polizei aus.

Bild: Mario Obeser, dpa

Bei diesem Unfall auf der A8 soll ein Mann versucht haben, seine Frau zu töten. Davon geht die Polizei aus.

Bild: Mario Obeser, dpa

Der Mann, der mutmaßlich seine Frau bei einem Unfall auf der A8 ermorden wollte, ist weiter auf der Flucht. Ein Zeuge will ihn jetzt gesehen haben.

31.07.2020 | Stand: 14:52 Uhr

Der aus dem Bezirkskrankenhaus Günzburg geflohene Mann soll im Landkreis Erding in Oberbayern gesehen worden sein. Wie die Polizei am Mittwoch berichtete, gibt es einen Zeugenhinweis, wonach der 29-Jährige in der Nacht zum Dienstag in der Gemeinde Wörth gewesen sein soll. Die Beamten hoffen nun, dass weitere Zeugen Hinweise auf den Verbleib des Mannes geben.

Der 29-Jährige soll am Sonntag auf der Autobahn 8 (München-Stuttgart) bei Leipheim im Landkreis Günzburg als Fahrer mit seinem Wagen absichtlich einen Unfall verursacht haben, um seine auf dem Beifahrerplatz sitzende Frau zu töten. Davon gehen Polizei und Staatsanwaltschaft aus

Die 28-Jährige kam mit mittelschweren Verletzungen in ein Krankenhaus, gegen den unverletzten Ehemann wurde Haftbefehl wegen versuchten Mordes erlassen. 

Flucht aus dem Bezirkskrankenhaus Günzburg

Da es Hinweise auf eine psychische Erkrankung des Mannes gibt, kam der 29-Jährige aber nicht in ein Gefängnis. Er wurde ins Bezirkskrankenhaus nach Günzburg gebracht. Dort konnte der Mann nach wenigen Stunden mit einem Schlafanzug bekleidet entkommen. Wie ihm der Ausbruch gelingen konnte, dazu wollte das BKH auf Anfrage nichts sagen.

Seitdem befindet er sich auf der Flucht. Im Landkreis Erding soll der Mann zumindest das blaue Schlafanzugoberteil noch getragen haben. Erste Vermutungen, dass er seinen Hund dabei haben könnte, erwiesen sich zwischenzeitlich als falsch.  

Nach dem Mann wird weiter öffentlich gefahndet. Wer ihn sieht, soll sich an die nächste Polizeidienststelle wenden oder die 110 wählen.