Landsberg am Lech

Nach Tod von vier Arbeitern auf Baustelle Anklage gegen zwei Chefs

Vor zwei Jahren sind vier Arbeiter auf einer Baustelle in Landsberg am Lech gestorben. Nun wurde Anklage gegen zwei Chefs erhoben.

Vor zwei Jahren sind vier Arbeiter auf einer Baustelle in Landsberg am Lech gestorben. Nun wurde Anklage gegen zwei Chefs erhoben.

Bild: Benedikt Siegert (Symbolbild)

Vor zwei Jahren sind vier Arbeiter auf einer Baustelle in Landsberg am Lech gestorben. Nun wurde Anklage gegen zwei Chefs erhoben.

Bild: Benedikt Siegert (Symbolbild)

Zwei Jahre nach einem Unfall mit vier toten Bauarbeitern in Oberbayern ist Anklage gegen zwei Beschuldigte erhoben worden.
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dpa
24.11.2022 | Stand: 16:52 Uhr

Die Staatsanwaltschaft Augsburg habe gegen die beiden Geschäftsführer des Bauunternehmens beim Amtsgericht in Landsberg Anklage wegen des Vorwurfs der fahrlässigen Tötung erhoben, teilte Gerichtssprecherin Sabine Grub am Donnerstag mit. Ein Termin für einen Prozess steht noch nicht fest.

Im Oktober 2020 war auf der Baustelle in Denklingen im Landkreis Landsberg bei Betonarbeiten eine Decke eingestürzt. Ein 16 Jahre alter Jugendlicher, ein 34-jähriger und zwei 37-jährige Männer, die auf und unter der Betondecke gearbeitet hatten, wurden durch Trümmer und flüssigen Beton verschüttet. Zwei Bauarbeiter waren sofort tot, zwei weitere starben nach der Bergung trotz Wiederbelebungsversuchen der Einsatzkräfte. Ein 57 Jahre alter Bauarbeiter kam mit leichten Verletzungen davon.

Landsberg am Lech: Anklage gegen zwei Chefs nach Tod von vier Arbeitern auf Baustelle

"Den beiden Beschuldigten wird durch die Staatsanwaltschaft vorgeworfen, dass sie im Rahmen eines Neubaus zweier Gebäude durch ihre Mitarbeiter ein instabiles Traggerüst errichten ließen", berichtete die Gerichtssprecherin. Dadurch sei die Decke eingestürzt und die vier Mitarbeiter seien von Betonmassen begraben worden. Die Beschuldigten haben nach Ansicht der Ermittler versäumt, das Gerüst zu überprüfen.

Die Geschäftsführer beziehungsweise ihre Anwälte haben nun Gelegenheit, sich zu den Vorwürfen zu äußern. Nach Vorliegen der Stellungnahmen wird das Amtsgericht dann entscheiden, ob es zu einer Hauptverhandlung kommt.

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