Augsburg

Nach Urteil im Königsplatz-Prozess: Verteidiger will Revision einlegen

Zu viereinhalb Jahren Haft hat das Landgericht Augsburg den 17-Jährigen verurteilt. Doch der Verteidiger kündigte an, in Revision zu gehen.

Zu viereinhalb Jahren Haft hat das Landgericht Augsburg den 17-Jährigen verurteilt. Doch der Verteidiger kündigte an, in Revision zu gehen.

Bild: Karl-Josef Hildenbrand, dpa (Archivbild)

Zu viereinhalb Jahren Haft hat das Landgericht Augsburg den 17-Jährigen verurteilt. Doch der Verteidiger kündigte an, in Revision zu gehen.

Bild: Karl-Josef Hildenbrand, dpa (Archivbild)

Ein Mann stirbt durch einen Faustschlag auf dem Augsburger Königsplatz. Ein Urteil ist gefallen, doch der Fall ist damit nicht beendet.
09.11.2020 | Stand: 20:09 Uhr

Der Prozess gegen den Jugendlichen, der auf dem Königsplatz in Augsburg einen Mann mit der Faust ins Gesicht geschlagen und tödlich verletzt hat, geht juristisch in eine nächste Runde. Nachdem der 17-Jährige am Freitag von der Jugendkammer des Landgerichts Augsburg wegen Körperverletzung mit Todesfolge zu einer Jugendstrafe von viereinhalb Jahren verurteilt worden war, kündigte sein Verteidiger am Montag an, in Revision gehen zu wollen.

Tödlicher Attacke am Königsplatz: Bundesweites Entsetzen

Das Urteil war fast ein Jahr nach der Tat gefallen. Das Gericht war davon überzeugt, dass der Jugendliche nicht in einer Bedrohungssituation gehandelt hat. Er habe ungeplant eine "günstige Gelegenheit" gesehen, "eine massive Tätlichkeit auszuüben", sagte der vorsitzende Richter Lenart Hoesch in seinem Schlusswort nach dem gut zweiwöchigen Prozess. Dass sein Schlag für den 49-Jährigen tödliche Folgen haben könnte, hätte der 17-Jährige wegen der Wucht erkennen können und müssen.

Die Tat auf dem Augsburger Königsplatz hat bundesweit für Entsetzen gesorgt – auch, weil sich das Opfer als Feuerwehrmann für das Leben anderer eingesetzt hatte.