Schwerer Unfall auf A99

Obduktion der vier Leichen nach Unfall mit Geisterfahrer bei München

Bei dem schweren Unfall mit einem Geisterfahrer auf der Autobahn 99 bei Hohenbrunn (Landkreis München) sind vier Menschen gestorben.

Bei dem schweren Unfall mit einem Geisterfahrer auf der Autobahn 99 bei Hohenbrunn (Landkreis München) sind vier Menschen gestorben.

Bild: Michael Schmelzer, dpa

Bei dem schweren Unfall mit einem Geisterfahrer auf der Autobahn 99 bei Hohenbrunn (Landkreis München) sind vier Menschen gestorben.

Bild: Michael Schmelzer, dpa

Am Dienstagabend hat sich auf der A99 bei München ein schwerer Geisterfahrer-Unfall mit vier Toten ereignet. Nun beginnt die Obduktion der vier Leichen.
Bei dem schweren Unfall mit einem Geisterfahrer auf der Autobahn 99 bei Hohenbrunn (Landkreis München) sind vier Menschen gestorben.
dpa
19.11.2020 | Stand: 07:32 Uhr

Nach dem tödlichen Unfall mit einem Geisterfahrer auf einer Autobahn bei München wird nun nach den Ursachen geforscht. Die Ermittler wollen unter anderem herausfinden, warum der 32-Jährige und sein Beifahrer auf der Autobahn 99 in falscher Richtung unterwegs waren. Nahe der Ausfahrt Hohenbrunn war ihr Auto am Dienstagabend mit einem entgegenkommenden Fahrzeug kollidiert, in dem zwei Menschen saßen. Alle vier Männer starben, ihre Leichen sollen nun obduziert werden. Mit Ergebnissen sei bis Ende der Woche zu rechnen, sagte ein Sprecher des Polizeipräsidiums Oberbayern Nord in Ingolstadt.

Falschfahrten sollen durch Beschilderung verhindert werden

Seit Jahren wird versucht, das Risiko von Falschfahrten zu senken. Nach Auskunft des bayerischen Verkehrsministeriums wurden alle Anschlussstellen, Autobahn-Kreuze und Dreiecke an Autobahnen und zweistreifigen Bundesstraßen überprüft. Wo es nötig war, sei die Beschilderung und Markierung optimiert worden. Im Regelfall würden Autofahrer dann intuitiv richtig fahren. Die Schilder und die Markierungen würden laufend überprüft, hieß es aus dem Ministerium.

Hoffnungen hatte man auch in ein Pilotprojekt gesetzt, bei dem an Autobahnen in der Nähe von Grenzübergängen nach Österreich gelbe Warntafeln aufgestellt worden waren. Aufgrund der sehr geringen Fallzahlen an Falschfahrern habe eine Wirkung der Tafeln allerdings nicht wissenschaftlich belegt werden können. Das Projekt werde deshalb momentan nicht ausgeweitet, die Schilder stehen aber noch.

Vier Menschen kamen bei Unfall auf A99 ums Leben

Nach dem Unfall bei Hohenbrunn waren beide Fahrzeuge nur noch Wracks. Für die Insassen kam jede Hilfe zu spät. Bei dem Falschfahrer handelt es sich um einen 32-Jährigen Rumänen, der ebenso wie sein 50 Jahre alter Begleiter in Deutschland gemeldet war. Am Steuer des anderen Autos saß ein 34-Jähriger aus dem Raum Gütersloh, sein 43 Jahre alter Beifahrer kam aus dem Kreis Soest.

Weitere schwere Unfälle in Südbayern

Zu einem weiteren schweren Verkehrsunfällen am Montagabend kam es zudem in Eching im Landkreis Freising, bei dem ein 20-Jähriger starb. Außerdem kam ein 19-Jähriger in Miesbach in Oberbayern bei einem Autounfall ums Leben.