Mutmaßlicher Mordversuch

Pflegerin in Unterfranken soll falsche Arznei gegeben haben

Eine Pflegerin aus Unterfranken soll zwei Seniorinnen falsche Medikamente verabreicht werden. Sie unter dem Verdacht des versuchten Mordes (Symbolbild).

Eine Pflegerin aus Unterfranken soll zwei Seniorinnen falsche Medikamente verabreicht werden. Sie unter dem Verdacht des versuchten Mordes (Symbolbild).

Bild: Alexander Kaya (Archiv)

Eine Pflegerin aus Unterfranken soll zwei Seniorinnen falsche Medikamente verabreicht werden. Sie unter dem Verdacht des versuchten Mordes (Symbolbild).

Bild: Alexander Kaya (Archiv)

Eine nach zwei mutmaßlichen Mordversuchen in Unterfranken inhaftierte Pflegerin hat nach wochenlangen Ermittlungen nun erstmals etwas zu den Vorwürfen gesagt.
Eine Pflegerin aus Unterfranken soll zwei Seniorinnen falsche Medikamente verabreicht werden. Sie unter dem Verdacht des versuchten Mordes (Symbolbild).
dpa
27.01.2021 | Stand: 10:39 Uhr

Das bestätigte Oberstaatsanwaltschaft Thorsten Seebach am Mittwoch in Würzburg. "Die Beschuldigte äußerte sich in einer ersten Einlassung dahingehend, dass sie den Geschädigten habe helfen wollen", sagte er der "Main-Post". So habe die 48-Jährige mit der Gabe falscher Medikamente bezwecken wollen, dass ihre Opfer - eine 80 und eine 85 Jahre alte Frau - von einem Arzt behandelt werden. Ihr Tun habe die Verdächtige nicht weiter erläutert.

Die Mitarbeiterin eines Pflegeheims in Volkach soll nach ersten Ermittlungen versucht haben, die zwei Bewohnerinnen zu töten. Sie sitzt seit Ende November 2020 in Untersuchungshaft, nachdem sie sich selbst der Polizei stellte.

Falsche Medikamente verabreicht

Die beiden Seniorinnen waren Anfang November in ein Krankenhaus gekommen, als sich ihr Gesundheitszustand schlagartig verändert hatte. Es bestand sogar Lebensgefahr. Die Ermittler vermuteten schnell falsche Medikamente als Ursache. Die Frauen wurden inzwischen aus dem Krankenhaus entlassen. Anhaltspunkte für zurückliegende ähnlich gelagerte Delikte der Verdächtigen aus dem Landkreis Schweinfurt gibt es Seebach zufolge nicht.

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