Pilotprojekt der Deutschen Bahn

Neue Bahnmitarbeiter auf vier Beinen: Schnüffeln für den Artenschutz

Der Artenschutzspürhund Monte, ein Cocker Spaniel, sucht an einer S-Bahn-Baustelle nach einem Marker. In einem Projekt bildet die Deutsche Bahn eigene Artenschutzspürhunde aus.

Der Artenschutzspürhund Monte, ein Cocker Spaniel, sucht an einer S-Bahn-Baustelle nach einem Marker. In einem Projekt bildet die Deutsche Bahn eigene Artenschutzspürhunde aus.

Bild: Sebastian Gollnow, dpa

Der Artenschutzspürhund Monte, ein Cocker Spaniel, sucht an einer S-Bahn-Baustelle nach einem Marker. In einem Projekt bildet die Deutsche Bahn eigene Artenschutzspürhunde aus.

Bild: Sebastian Gollnow, dpa

In einem Pilotprojekt in Bayern will die Deutsche Bahn (DB) den Einsatz von Artenschutzhunden bei Bauprojekten erproben.
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dpa
26.10.2021 | Stand: 21:58 Uhr

In einem Pilotprojekt in Bayern will die Deutsche Bahn (DB) den Einsatz von Artenschutzhunden bei Bauprojekten erproben. Ab Anfang nächsten Jahres sollen speziell ausgebildete Hunde in verschiedenen Regionen schützenswerte Tierarten wie Schlingnattern, Gelbbauchunken und Fledermäuse erschnüffeln, wie die Verantwortlichen am Dienstag in Frankfurt am Main bei der Vorstellung der neuen Hundestaffel erläuterten. Die für Bauvorhaben benötigte Zeit könnte dadurch, so die Hoffnung, massiv verkürzt werden.

Sechs Tiere werden derzeit ausgebildet. Sie lernen mit Kot, Häutungen, Fell oder Sekreten die geschützten Arten zu erkennen, die sie ihren zweibeinigen Kollegen anzeigen sollen. "Sie riechen, was der Mensch nicht sieht", erklärte Jens Bergmann, Vorstand Infrastrukturplanung und -projekte der DB Netz AG, die Idee dahinter.

Neue Bahnmitarbeiter auf vier Beinen: Schnüffeln für den Artenschutz

Denn der Ausbau des Schienennetzes für eine Verkehrswende bedeutet immer wieder auch einen Eingriff in die Natur - und möglicherweise in das Lebensgebiet geschützter Arten, die vor Baubeginn umgesiedelt werden müssen. Bisher mussten sogenannte Kartierer die Flächen mehrfach abgehen und nach geschützten Arten absuchen - und das zu verschiedenen Jahreszeiten, um auch Tiere zu erfassen, die etwa einen Winterschlaf halten.

In der Regel dauert diese Artenschutzkartierung nach Bahnangaben ein Jahr, manchmal auch länger. Mit den Hunden, die zu jeder Jahreszeit und bei fast allen Wetterbedingungen eingesetzt werden können, soll sich die Durchsuchung eines Gebiets auf maximal zwei Monate verkürzen. (Lesen Sie auch: Wie gefährdet ist die Gams in Bayern?)

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