Fahndungserfolg

Polizei fasst Messerstecher nach Angriff auf ICE-Kontrolleur

Nach dem Messerangriff auf einen Fahrkartenkontrolleur in einem ICE zwischen München und Augsburg ist der mutmaßliche Täter festgenommen worden.

Nach dem Messerangriff auf einen Fahrkartenkontrolleur in einem ICE zwischen München und Augsburg ist der mutmaßliche Täter festgenommen worden.

Bild: Silas Stein/dpa (Symbolbild)

Nach dem Messerangriff auf einen Fahrkartenkontrolleur in einem ICE zwischen München und Augsburg ist der mutmaßliche Täter festgenommen worden.

Bild: Silas Stein/dpa (Symbolbild)

Nach dem Messerangriff auf einen Fahrkartenkontrolleur in einem ICE zwischen München und Augsburg ist der mutmaßliche Täter festgenommen worden.
18.08.2020 | Stand: 13:04 Uhr

Nach dem Messerangriff auf einen Fahrkartenkontrolleur in einem ICE ist der mutmaßliche Täter festgenommen worden. Einem Zugbegleiter sei am Montag während einer Fahrt nahe Erfurt ein Mann aufgefallen, der auf die von der Polizei veröffentlichte Täterbeschreibung passte, sagte ein Polizeisprecher am Dienstag. Gemeinsam mit einem Polizisten, der zu der Zeit ebenfalls im ICE saß, habe er den 25-Jährigen angesprochen.

Der Polizist habe den Mann schließlich festgenommen und in Erfurt an die Bundespolizei übergeben. Er soll im Laufe des Dienstags einem Haftrichter vorgeführt werden.

Der Mann steht im Verdacht, einen 60 Jahre alten Kontrolleur am Sonntagnachmittag in einem ICE auf der Strecke zwischen München und Augsburg nahe Althegnenberg (Landkreis Fürstenfeldbruck) unvermittelt ins Gesicht geschlagen zu haben. Anschließend soll er mehrfach mit einem Messer zugestochen haben.

Nach Angaben der Polizei wurde der 60-Jährige dabei schwer am Hals verletzt.

Täter zerschlug nach Angriff in ICE Scheibe und flüchtete

Trotz seiner Verletzungen konnte er noch eine Notbremsung einleiten. Nachdem der Zug stand, zerschlug der Täter eine Außenscheibe und flüchtete. Die Fahndung nach dem Messerstecher durch die Bundespolizei, das Polizeipräsidium Schwaben Nord und einen Polizeihubschrauber blieb ohne Erfolg.

Lebensgefahr bestand für den Bahnbeschäftigten nicht, die Kripo ermittelte gleichwohl wegen eines versuchten Tötungsdelikts.

Zu den genauen Hintergründen der Tat konnte der Polizeisprecher am Dienstag noch keine Angaben machen.