Urteil im Gerichtsprozess in Würzburg gefallen

"Es tut mir von Herzen leid": Haftstrafe für Pflegerin, die Seniorinnen illegal mit Insulin spritzte

Wegen gefährlicher Körperverletzung an dementen Seniorinnen hat das Landgericht Würzburg eine Altenpflegerin zu einer Haftstrafe von zwei Jahren und zehn Monaten verurteilt.

Wegen gefährlicher Körperverletzung an dementen Seniorinnen hat das Landgericht Würzburg eine Altenpflegerin zu einer Haftstrafe von zwei Jahren und zehn Monaten verurteilt.

Bild: Nicolas Armer, dpa (Archivbild)

Wegen gefährlicher Körperverletzung an dementen Seniorinnen hat das Landgericht Würzburg eine Altenpflegerin zu einer Haftstrafe von zwei Jahren und zehn Monaten verurteilt.

Bild: Nicolas Armer, dpa (Archivbild)

Das Urteil im Prozess über eine Altenpflegerin, die zwei demente Seniorinnen grundlos Insulin verabreichte, ist gefallen: Die 49-Jährige erhält eine Haftstrafe.
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dpa
12.10.2021 | Stand: 14:32 Uhr

Weil sie zwei dementen Seniorinnen widerrechtlich Insulin gespritzt hat, soll eine Altenpflegerin nach einem Urteil des Landgerichts Würzburg zwei Jahre und zehn Monate in Haft. Die Kammer verurteilte die 49-Jährige am Dienstag wegen gefährlicher Körperverletzung. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig.

Pflegerin spritzte zwei Seniorinnen unerlaubt Insulin

Die deutsche Pflegerin hatte gestanden, im November 2020 in einem Seniorenheim in Volkach (Landkreis Kitzingen) den 81 und 85 Jahre alten Frauen Insulin verabreicht haben, obwohl sie gar nicht berechtigt war, Medikamente oder Spritzen zu geben. Sie kamen in lebensgefährlichem Zustand ins Krankenhaus, wurden aber nach wenigen Tagen wieder entlassen.

Die Anklage hatte wegen zweifachen Mordversuchs für eine Haftstrafe von drei Jahren und drei Monaten plädiert. Die Angeklagte habe heimtückisch und aus niedrigen Beweggründen gehandelt, sagte Oberstaatsanwalt Thorsten Seebach. Die 49-Jährige habe "das Vertrauensverhältnis in Pflegekräfte in besonders verwerflichem Maß missbraucht".

Urteil des Landesgerichts Würzburg: Haftstrafe für Altenpflegerin

Der Verteidiger hatte auf zweifache gefährliche Körperverletzung plädiert und eine Strafe im bewährungsfähigen Bereich von höchstens zwei Jahren gefordert. Die 49-Jährige bat im Prozess um Verzeihung. "Es tut mir von Herzen leid." (Lesen Sie auch: Nach Tod von zwei Kindern: Mordprozess soll in Ulm beginnen)