Radikaler Chat auf Telegram

Radikale Äußerungen von AfD-Politikern: Generalstaatsanwalt prüft AfD-Chatgruppe

AfD-Politikerinnen und -Politiker hatten sich in einer Telegram-Gruppe radikal geäußert. Nun prüft die Generalstaatsanwaltschaft München, ob eine Straftat vorliegt.

AfD-Politikerinnen und -Politiker hatten sich in einer Telegram-Gruppe radikal geäußert. Nun prüft die Generalstaatsanwaltschaft München, ob eine Straftat vorliegt.

Bild: Angelika Warmuth, dpa (Archivbild)

AfD-Politikerinnen und -Politiker hatten sich in einer Telegram-Gruppe radikal geäußert. Nun prüft die Generalstaatsanwaltschaft München, ob eine Straftat vorliegt.

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Die Generalstaatsanwaltschaft prüft die Telegram-Gruppe, in der AfD-Politiker sich radikal äußerten. Zuerst wird geklärt, ob eine Straftat vorliegt.
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dpa
02.12.2021 | Stand: 12:59 Uhr

Die Generalstaatsanwaltschaft München prüft radikale Äußerungen in einer Telegram-Chatgruppe der AfD. Übernommen wird das von der Zentralstelle zur Bekämpfung von Extremismus und Terrorismus (ZET) bei der Generalstaatsanwaltschaft, wie ein Sprecher der Ermittlungsbehörde am Donnerstag auf Anfrage mitteilte. Am Mittwoch war durch einen Bericht des Bayerischen Rundfunks bekannt geworden, dass Teilnehmer der "Alternativen Nachrichtengruppe Bayern" unter anderem über gewalttätige Proteste und einen Bürgerkrieg in Deutschland diskutiert hatten.

Radikale AfD-Chats: Staatsanwaltschaft prüft die Telegram-Gruppe

Eine Prüfung durch eine Staatsanwaltschaft ist nicht gleichbedeutend mit einem Ermittlungsverfahren. Zunächst wird überprüft, ob eine Straftat vorliegen könnte. Ein Administrator der Gruppe ist der Landesvorsitzende und Bundestagsabgeordnete Stephan Protschka. Dieser hatte erklärt: "Es gab keine Diskussionsbeiträge, bei denen zu Umsturz und/oder Gewalt aufgerufen wurde." Laut BR soll unter anderem die oberbayerische Landtagsabgeordnete Anne Cyron in der Gruppe schriftlich über Gewalt nachgedacht haben: "Denke, dass wir ohne Bürgerkrieg aus dieser Nummer nicht mehr rauskommen werden."

Bisher nur Jugendorganisation der AfD in Bayern unter Beobachtung des Verfassungsschutzes

Der bayerische Verfassungsschutz beobachtet bislang nicht den AfD-Landesverband als solchen, sondern die Jugendorganisation JA, den ehemaligen "Flügel" - das Sammelbecken der völkischen Strömung in der AfD - sowie einzelne als rechtsextrem geltende Parteimitglieder. Das teilte ein Sprecher der Behörde mit. Ob und was der Verfassungsschutz in Sachen Chatgruppe unternimmt, ließ die Behörde offen, betonte jedoch: "Das Bayerische Landesamt für Verfassungsschutz geht jederzeit und eigeninitiativ auf Grundlage seines gesetzlichen Auftrags ihm bekanntwerdenden Hinweisen auf extremistische und sicherheitsgefährdende Bestrebungen nach."

Diese würden gründlich geprüft - bei Vorliegen der gesetzlichen Voraussetzungen werde die nachrichtendienstliche Beobachtung von Einzelpersonen und Personenzusammenschlüssen aufgenommen. Innenminister Joachim Herrmann (CSU) hatte am Mittwoch gesagt, dass sich die Frage nach Beobachtung einzelner Abgeordneter und der Partei als Ganzes stelle.

Lesen Sie auch: Radikale Chat-Inhalte: Ruf nach Konsequenzen gegen AfD-Abgeordnete

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