Großfahndung der Polizei

Rosenheim: Falsches Mord-Geständnis kostet Mann über 3.000 Euro

Ein Mann gab sich in Rosenheim als Mörder auf der Suche nach seinem nächsten Opfer aus. Den Polizeieinsatz, den er damit ausgelöst hat, muss der 67-Jährige nun bezahlen.

Ein Mann gab sich in Rosenheim als Mörder auf der Suche nach seinem nächsten Opfer aus. Den Polizeieinsatz, den er damit ausgelöst hat, muss der 67-Jährige nun bezahlen.

Bild: Alexander Kaya (Symbolbild)

Ein Mann gab sich in Rosenheim als Mörder auf der Suche nach seinem nächsten Opfer aus. Den Polizeieinsatz, den er damit ausgelöst hat, muss der 67-Jährige nun bezahlen.

Bild: Alexander Kaya (Symbolbild)

Ein 67-Jähriger gab in einem Rosenheimer Supermarkt an, ein Mörder zu sein - und löste damit einen Polizei-Großeinsatz aus. Diesen muss der Mann nun bezahlen.
Ein Mann gab sich in Rosenheim als Mörder auf der Suche nach seinem nächsten Opfer aus. Den Polizeieinsatz, den er damit ausgelöst hat, muss der 67-Jährige nun bezahlen.
dpa
16.09.2020 | Stand: 09:55 Uhr

In einem Supermarkt hat sich ein Rosenheimer als Killer auf der Suche nach dem nächsten Opfer ausgegeben - nun muss er den dadurch verursachten Polizei-Großeinsatz bezahlen. 3.240 Euro müsse er für die Fahndung mit mehreren Polizeistreifen entrichten, teilte das Polizeipräsidium Oberbayern Süd am Mittwoch in Rosenheim mit.

Blutverschmierte Hand und ein Geständnis: Angestellte hielt den Mann für einen Mörder

Ende Februar hatte der zunächst unbekannte Mann laut Polizei eine Ladenangestellte mit seinem Geständnis in Angst und Schrecken versetzt, gerade einen Menschen getötet zu haben.

Seine Hand sei dabei offensichtlich mit Blut verschmiert gewesen. Kurz darauf verschwand er, sorgte mit seiner Äußerung aber für eine Großfahndung. Etwa einen Monat später kamen die Ermittler auf die Spur des damals 67-Jährigen und stellten fest, dass er niemanden getötet hatte. Das angebliche Opfer sei wohlauf gewesen.

Das Amtsgericht habe daraufhin einen Strafbefehl wegen Störung des öffentlichen Friedens durch Androhung von Straftaten erlassen, berichtete die Polizei. Außerdem sei eine "empfindliche" Geldstrafe verhängt worden, die er zusätzlich zu den Einsatzkosten bezahlen müsse.