Bundestagswahl 2021

Söder schlägt Alarm: "Dramatischer" Umfragetrend der Union

Markus Söder: "Es besteht die sehr realistische Möglichkeit, ohne die Union zu regieren."

Markus Söder: "Es besteht die sehr realistische Möglichkeit, ohne die Union zu regieren."

Bild: Michael Kappeler, dpa

Markus Söder: "Es besteht die sehr realistische Möglichkeit, ohne die Union zu regieren."

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Die Union schneidet in Umfragen nicht besonders gut ab, die SPD holt auf. CSU-Chef Markus Söder drückt deshalb den Finger in die Wunde.
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dpa
19.08.2021 | Stand: 16:09 Uhr

CSU-Chef Markus Söder hat am Donnerstag bei einer Präsidiumssitzung seiner Partei angesichts schlechter Umfragewerte der Union vor der Bundestagswahl Alarm geschlagen. Das erfuhr die Deutsche Presse-Agentur aus Teilnehmerkreisen. Nach einer neuen Umfrage habe die Union nur noch einen Prozentpunkt Vorsprung auf die SPD. "Es besteht die sehr realistische Möglichkeit, ohne die Union zu regieren", betonte Söder nach der Sitzung.

Söder: Gefahr einer Ampel-Koalition oder eines Links-Bündnisses

Söder sprach den Angaben zufolge von einem Trend, der "dramatisch" sei. Es sei nicht sicher, wie es weitergehe, habe Söder gesagt. Es bestehe nach der Wahl die Gefahr einer Ampel-Koalition (SPD, FDP und Grüne) oder eines Linksbündnisses. (Lesen Sie auch: Die Union leidet nun unter Armin Laschet)

Am Donnerstag war eine Umfrage des Instituts Kantar veröffentlicht worden, der zufolge die Union bei 22 Prozent liegt, dicht gefolgt von der SPD mit 21 Prozent. Am Donnerstag war eine weitere Umfrage des Instituts Allensbach publik geworden, in der die Union deutlich mit rund acht Punkten vor der Union liegt - jedoch auch Allensbach sieht CDU/CSU um 2,5 Punkte niedriger als noch im Juli. Und auch hier holt die SPD auf; sie liegt laut dem Institut bei nun 19,5 Prozent (plus 2,5).

Söder: Wähler an die SPD verloren

"Man kann es drehen, aber leicht ist es nicht", wurde Söder zitiert. Er selbst helfe gern und bekomme aus ganz Deutschland Aufforderungen, mehr zu tun. "Es besteht die Gefahr, dass wir wieder Wähler verloren haben an die SPD, die vorher bei uns waren", sagte Söder.

In der heißen Phase im Wahlkampf bis zur Bundestagswahl in fünf Wochen müsse jetzt hart gearbeitet werden, forderte er und rief zur Geschlossenheit auf. Die CSU habe in Bayern für Armin Laschet (CDU) großflächig plakatiert. "Wir lassen uns da nichts nachsagen", betonte Söder.

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