Corona-Krise

Söder will sich mit Kanzler Kurz beraten - Gegen neue Grenzschließungen

Angesichts der steigenden Neuinfektionszahlen im Nachbarland will Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) in Kürze mit Österreichs Kanzler Sebastian Kurz über alle drängenden bilateralen Corona-Fragen beraten (Archivbild von März 2019).

Angesichts der steigenden Neuinfektionszahlen im Nachbarland will Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) in Kürze mit Österreichs Kanzler Sebastian Kurz über alle drängenden bilateralen Corona-Fragen beraten (Archivbild von März 2019).

Bild: Hans Klaus Techt, dpa

Angesichts der steigenden Neuinfektionszahlen im Nachbarland will Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) in Kürze mit Österreichs Kanzler Sebastian Kurz über alle drängenden bilateralen Corona-Fragen beraten (Archivbild von März 2019).

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Angesichts steigender Corona-Zahlen will Bayerns Ministerpräsident Söder mit Österreichs Kanzler Kurz beraten. Vor allem soll die Grenze offen bleiben.
dpa
30.09.2020 | Stand: 11:24 Uhr

Angesichts der steigenden Neuinfektionszahlen im Nachbarland will Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) in Kürze mit Österreichs Kanzler Sebastian Kurz über alle drängenden bilateralen Corona-Fragen beraten. Er wolle Kurz dazu "demnächst" treffen, sagte Söder am Dienstag nach einer Schaltkonferenz der Länder-Regierungschefs mit Kanzlerin Angela Merkel (CDU) in Berlin.

Söder verwies auf steigende Corona-Zahlen in Österreich, die Ausweisung von Tirol als neues Risikogebiet - und die zahlreichen Pendler zwischen Bayern und Österreich. Der Freistaat halte an seinen lokalen Corona-Teststationen fest - dadurch gebe es die Möglichkeit, durch schnelles Testen reagieren zu können. Das setze man fort. Man brauche aber auch noch eine "Ergänzung für den Grenzverkehr", sagte Söder auch mit Blick auf die geplante neue Teststrategie des Bundes.

Söder wandte sich dabei strikt gegen neue Grenzschließungen: "Zu den Prioritäten sollte auch gehören, dass die Grenzen offen bleiben."

Vom Robert Koch-Institut forderte Söder künftig eine rechtzeitige Warnung vor der Ausweisung neuer internationaler Corona-Risikogebiete. Derzeit würden neue Gebiete quasi über Nacht benannt. Da wäre aber eine Vorwarnung extrem wichtig, sagte der CSU-Chef, er sprach von einem Zeitraum von etwa zwei Tagen.

Das direkt an Bayern grenzende österreichische Bundesland Tirol war vom RKI vor wenigen Tagen zum Corona-Risikogebiet erklärt worden.