Winterwetter im September

Schneefall bis auf 1.000 Meter im Allgäu: So hoch liegt der Schnee an der Kanzelwand Bergstation

Dieses Foto schickte unser Reporter Michael Munkler am Samstagvormittag von der Kanzelwand-Bergstation.

Dieses Foto schickte unser Reporter Michael Munkler am Samstagvormittag von der Kanzelwand-Bergstation.

Bild: Michael Munkler

Dieses Foto schickte unser Reporter Michael Munkler am Samstagvormittag von der Kanzelwand-Bergstation.

Bild: Michael Munkler

Auch am Samstag schneit es in höheren Lagen im Allgäu heftig. Sogar vor Lawinen wird gewarnt. Am Freitag fielen die ersten Flocken bis auf 1.000 Meter.
27.09.2020 | Stand: 11:34 Uhr

Update Sonntag, 11 Uhr: Winterwunderland an der Kanzelwand

Ein kleines Winterwunderland im September sehen die Besucher der Kanzelwand-Bahn. Hier liegt beinahe schon so viel Schnee - man könnte fast Skifahren! Wie erleben die Allgäu-Urlauber den plötzlichen Wintereinbruch mit 60 Zentimeter Neuschnee? Unser Reporter Michael Munkler hat sich umgehört.

Der frühe Wintereinbruch sorgt aber auch für Gefahren. Die Bergwacht Hinterstein musste eine Wanderin aus dem Schneegestöber retten.

Update Samstag, 15 Uhr: Jetzt sogar Lawinengefahr in den Allgäuer Alpen

Starke Schnefälle führen in den Allgäuer Alpen zu Lawinengefahr. Darauf weist die bayerische Lawinenwarnzentrale hin. Oberhalb von 1.500 Metern Höhe sind seit Freitagmorgen teils über 60 Zentimeter Schnee gefallen.

Das bedeutet: Vorsicht bei Wanderungen - und zwar auch in den kommenden Tagen! Mehr Infos dazu bekommen Sie hier.

Update Samstag, 13 Uhr: Über 60 Zentimeter Neuschnee an der Kanzelwand

Schneeschaufeln und Schneefräsen hieß es am Samstagvormittag für die Mitarbeiter der Kanzelwand Bergstation auf 1957 Metern Höhe. Dort hat es kräftig geschneit, wie Fotos unseres Reporters Michael Munkler eindrucksvoll zeigen. Über 60 Zentimeter Neuschnee! Eine eigene Geschichte dazu folgt am Nachmittag.

Bilderstrecke

So hoch liegt der Schnee an der Kanzelwand

Update Freitag 17:30 Uhr:

Jetzt ist der da, der Schnee im Allgäu. Gezuckert ist die Landschaft bis etwa 1.000 Meter. Im Skigebiet Eschach fielen die ersten Flocken. Weiter oben sieht es schon richtig winterlich aus, wie diese Bilder von der Ostlerhütte (1.838 Meter) auf dem Breitenberg zeigen.

Die ersten Schneeflocken fallen auf dem Breitenberg. Was meint ihr: ⛄️ Juhu endlich kommt der Winter! ⛱ Oder vermisst ihr schon jetzt den Sommer?

Gepostet von Pfronten im Allgäu am Freitag, 25. September 2020

Auch im Skigebiet Grasgehren gibts den ersten Winterzauber zu bewundern. Auf dem Riedbergpass zwischen Obermaiselstein und Balderschwang müssen Autofahrer Winterreifen aufziehen, berichtet SWR3.

Sooo schnell schlägt das Wetter in den Bergen um... gestern noch 25° Celsius, heute Schneefall bis in tiefe Lagen. 🤔 Aaaaaber der "goldene Oktober " wird sicher noch kommen! Da bin ich optimistisch! LG Höba

Gepostet von Hörnerbahn am Freitag, 25. September 2020

"Der Herbst bricht jetzt mit aller Macht in Bayern herein", sagte Reik Schaab vom Deutschen Wetterdienst (DWD). Die Höchstwerte sollen zwischen 12 und 16 Grad liegen, am Alpenrand sind zum Teil nur noch 10 Grad möglich.

Schnee im Allgäu schon am Freitag

In Alpennähe, vereinzelt aber auch im Vorland und in Niederbayern könne einsetzender Dauerregen bis Samstagabend bis zu 60 Liter Niederschlag pro Quadratmeter verursachen. Die Schneefallgrenze sinke von 2.500 auf 1.200 Meter.

In den Allgäuer Alpen sei daher am Wochenende mit 20 bis 40 Zentimeter Neuschnee zu rechnen. Bereits zum Wochenanfang hatten Meteorologen diese Prognose abgegeben.

Der Grünten gezuckert. Im Allgäu ist am Freitag der erste Schnee gefallen.
Der Grünten gezuckert. Im Allgäu ist am Freitag der erste Schnee gefallen.
Bild: Ralf Lienert

Und tatsächlich: Am Freitagvormittag fiel in den Allgäuer Bergen der erste Schnee. Auf den Webcam-Aufnahmen vom Hochgrat bei Oberstaufen und vom Fellhorn und Nebelhorn bei Oberstdorf lässt sich der erste Schnee deutlich erkennen.

Den tagesaktuellen Wetterbericht für das Allgäu lesen Sie hier.

Wetter in Bayern: Lang ersehnter Regen in Unterfranken

Am längsten verwöhnt vom Spätsommer wurde Unterfranken - zum Bedauern der Landwirtschaft. Wo das Thermometer teilweise am Mittwoch noch über 25 Grad anzeigte, fallen die Temperaturen der Prognose zufolge ab Freitag auf etwa 12 Grad - samt lang ersehnter Regentropfen.

"Der Boden staubt schon an der Oberfläche", sagte Alfons Baumann vom Bayerischen Bauernverband. Einige Bauern hätten deshalb die Wintergerstensaat verschoben und warten, bis der Boden das Regenwasser aufgenommen hat, das ab Freitag runterprasseln soll.