Corona-Krise

Schulen und Kitas bis Mitte Februar zu - Ausnahme für Abiturienten

Aus Angst vor der Mutation des Coronavirus wird es in Bayern bis mindestens Mitte Februar nahezu keinen Präsenzunterricht geben.

Aus Angst vor der Mutation des Coronavirus wird es in Bayern bis mindestens Mitte Februar nahezu keinen Präsenzunterricht geben.

Bild: Mathias Becker

Aus Angst vor der Mutation des Coronavirus wird es in Bayern bis mindestens Mitte Februar nahezu keinen Präsenzunterricht geben.

Bild: Mathias Becker

Noch weitere ermüdende Woche des allseits gehassten Homeschoolings: In Bayern können Kinder nicht so schnell zurück in die Schulen. Es gibt eine Ausnahme.
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dpa
20.01.2021 | Stand: 14:25 Uhr

Aus Angst vor der aggressiveren Mutation des Coronavirus wird es in Bayern bis mindestens Mitte Februar nahezu keinen Präsenzunterricht geben - auch nicht für Grundschüler. Das hat das Kabinett am Mittwoch erwartungsgemäß in München beschlossen. Es gibt nur eine kleine Ausnahme: Für Abiturienten, die in diesem Jahr vor den Abschlussprüfungen stehen, kann vom 1. Februar an Wechselunterricht stattfinden, "wenn es das Infektionsgeschehen zulässt". Gleiches gilt für Schüler an beruflichen Schulen, bei denen zeitnah Abschlussprüfungen oder Kammerprüfungen stattfinden.

"Corona bedeutet einen absoluten Dauerstress für die gesamte Bevölkerung", sagt Ministerpräsident Markus Söder (CSU). Es gebe aber leider noch keinen Anlass zur Entwarnung. "Wir müssen uns noch gedulden." Ein Abbruch der Maßnahmen wäre ein großer Fehler. Söder verwies dabei erneut auf die Sorge, dass das mutierte Virus auch bei Kindern stärker verbreitet werden könnte. Daher müsse der Lockdown verlängert werden. Wie es danach weiter gehe, hänge einzig und alleine vom weiteren Infektionsgeschehen ab.

Auch der Landtag befasst sich mit dem Thema

Der Ministerrat setzte damit den Beschluss von Bund und Ländern um, der auch die generelle Verlängerung des Lockdowns bis zunächst zum 14. Februar vorsieht. In der kommenden Woche wird sich auch der bayerische Landtag nochmals mit der Verlängerung der Maßnahmen befassen und darüber abstimmen.

Die Verlängerung des Lockdowns bedeutet in der Praxis auch, dass weite Teile des Handels, der Hotellerie und der Gastronomie auch über den 31. Januar hinaus geschlossen bleiben, obwohl sich die Infektionszahlen im Freistaat aktuell vielerorts wieder nach unten bewegen. In den Kindertagesstätten soll es ebenfalls mindestens bis Mitte Februar weiter nur eine Notbetreuung geben.