Grenzkontrollen und Impfdebakel

Seehofer stinksauer auf die EU: "Jetzt reicht's"

Bundesinnenminister Seehofer hat scharfe Kritik an der EU-Kommission geäußert. Die mache im Kampf gegen die Corona-Pandemie Fehler, statt zu helfen.

Bundesinnenminister Seehofer hat scharfe Kritik an der EU-Kommission geäußert. Die mache im Kampf gegen die Corona-Pandemie Fehler, statt zu helfen.

Bild: Bernd von Jutrczenka, dpa (Archiv)

Bundesinnenminister Seehofer hat scharfe Kritik an der EU-Kommission geäußert. Die mache im Kampf gegen die Corona-Pandemie Fehler, statt zu helfen.

Bild: Bernd von Jutrczenka, dpa (Archiv)

Bundesinnenminister Seehofer hat scharfe Kritik an der EU-Kommission geäußert. Die mache im Kampf gegen die Corona-Pandemie Fehler, statt zu helfen.
13.02.2021 | Stand: 08:52 Uhr

Krach zwischen Bundesinnenminister Horst Seehofer und der EU-Kommission um Präsidentin Ursula von der Leyen: Nachdem Deutschland im Kampf gegen die Ausbreitung von Corona-Mutationen Einreisebeschränkungen aus Tschechien und Tirol angeordnet hat, forderte die EU-Kommission Deutschland auf, Ausnahmen etwa für Pendler zu gewähren.

Bundesinnenminister Horst Seehofer (CSU) wies diese Ermahnung schroff zurück. "Der Gesundheitsschutz hat oberste Priorität - da helfen Ermahnungen aus Brüssel nicht weiter", sagte Seehofer. Die in Deutschland ergriffenen Maßnahmen seien wirksam und hätten das Infektionsgeschehen gebremst. In einigen Nachbarstaaten sei dagegen eine "besorgniserregende Entwicklung bei den Virus-Mutationen" zu beobachten".

Der Innenminister sagte: "Die Aufforderung der Kommission, mehr Ausnahmen zuzulassen, weise ich entschieden zurück." Die Bundesregierung werde nicht "tatenlos zusehen, wie die Virus-Mutation zu uns rüber schwappt". Grenzkontrollen im Herzen Europas seien schmerzhaft, aber derzeit unumgänglich. Auch stimme Deutschland alle Schritte mit seinen Nachbarn ab.

Seehofer: "Die EU-Kommission sollte uns unterstützen"

In der "Bild"-Zeitung wurde Seehofer noch deutlicher. „Jetzt reicht’s“, sagte er der Zeitung. „Die EU-Kommission hat bei der Impfstoffbestellung in den letzten Monaten genug Fehler gemacht.“ Und weiter: „Wir kämpfen an der Grenze zu Tschechien und Österreich gegen das mutierte Virus. Die EU-Kommission sollte uns unterstützen und nicht durch wohlfeile Hinweise Knüppel zwischen die Beine werfen."