Rechtsextremismus bei Polizei in Bayern

SEK Frankfurt wird wegen rechtsextremer Chats aufgelöst

Peter Beuth (CDU), hessischer Innenminister, kündigte die Auflösung des SEK Frankfurt an. +++ dpa-Bildfunk +++

Peter Beuth (CDU), hessischer Innenminister, kündigte die Auflösung des SEK Frankfurt an. +++ dpa-Bildfunk +++

Bild: Boris Roessler, dpa

Peter Beuth (CDU), hessischer Innenminister, kündigte die Auflösung des SEK Frankfurt an. +++ dpa-Bildfunk +++

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Hessens Innenminister Peter Beuth greift nach den rechtsextremen Chats in den Reihen des SEK durch. Die Spezialeinheit wird grundlegend umgebaut.
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dpa
10.06.2021 | Stand: 14:43 Uhr

Angesichts der Ermittlungen wegen rechtsextremer Äußerungen von Polizisten in Chatgruppen wird das Spezialeinsatzkommando (SEK) des Frankfurter Polizeipräsidiums aufgelöst. Das teilte der hessische Innenminister Peter Beuth (CDU) am Donnerstag in Wiesbaden mit.

Ermittelt wird gegen insgesamt 19 Beamte im aktiven Dienst und einen ehemaligen Polizisten des SEK. 17 von ihnen sollen untereinander Beiträge mit volksverhetzenden Inhalten beziehungsweise Abbildungen einer ehemaligen nationalsozialistischen Organisation geteilt haben. Drei der Beschuldigten sind Vorgesetzte, die nicht eingeschritten sein sollen.

Innenminister von Hessen spricht von "fundamentalen Neustart" für das SEK Frankfurt

"Wir stoßen heute einen fundamentalen Neustart für das SEK an", erklärte der Innenminister. Es werde beim Spezialeinsatzkommando einen grundlegenden organisatorischen Umbau geben. Zudem müsse dort eine gänzlich neue Führungskultur auf den unteren und mittleren Vorgesetzten-Ebenen geschaffen werden. "Natürlich sind unsere Spezialkräfte auch in Zukunft unverzichtbar, aber die Rahmenbedingungen werden andere sein", sagte Beuth.

Die Chats stammen nach Angaben des Innenministers überwiegend aus den Jahren 2016 und 2017. Einige Text- oder Bildnachrichten in den Chats legten den Verdacht einer rechtsextremen Gesinnung einiger Mitglieder des SEK Frankfurt nahe.

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