Bilanz

Siemens kommt gut durch Corona-Quartal

Joe Kaeser, Vorstandsvorsitzender der Siemens AG, scheint mit seinem Unternehmen robust durch die Corona-Krise zu kommen.

Joe Kaeser, Vorstandsvorsitzender der Siemens AG, scheint mit seinem Unternehmen robust durch die Corona-Krise zu kommen.

Bild: Peter Kneffel/dpa (Archiv)

Joe Kaeser, Vorstandsvorsitzender der Siemens AG, scheint mit seinem Unternehmen robust durch die Corona-Krise zu kommen.

Bild: Peter Kneffel/dpa (Archiv)

Auch an Siemens geht die Nachfrageschwäche als Folge der Corona-Pandemie nicht vorbei. Dennoch sehen die Geschäftsergebnisse im jüngsten Quartal recht gut aus.
Joe Kaeser, Vorstandsvorsitzender der Siemens AG, scheint mit seinem Unternehmen robust durch die Corona-Krise zu kommen.
dpa
06.08.2020 | Stand: 08:02 Uhr

Der Technologiekonzern Siemens ist im dritten Quartal robust durch die Corona-Krise gekommen. So spürte der Konzern zwar weiter die Nachfrageschwäche in Schlüsselindustrien wie der Autobranche und dem Maschinenbau. Jedoch schnitt Siemens deutlich besser ab als von Analysten erwartet. Unter dem Strich belastete die Ausgliederung des Energiegeschäfts und führte zu einem deutlichen Gewinnrückgang. Für das Ende September auslaufende Geschäftsjahr bleibt das Management weiterhin vorsichtig.

Die Corona-Pandemie beeinträchtigte im dritten Geschäftsquartal die Auftragslage, das Neugeschäft ging in den drei Monaten per Ende Juni um 7 Prozent auf 14,4 Milliarden Euro zurück. Dabei sanken die Aufträge in allen Bereichen mit Ausnahme des Zuggeschäfts. Der Umsatz nahm um 5 Prozent auf 13,5 Milliarden Euro ab.

Siemens: Unterm Strich steht dennoch ein Gewinneinbruch

Das bereinigte operative Ergebnis der Industriegeschäfte (Ebita) stieg hingegen um 8 Prozent auf knapp 1,8 Milliarden Euro. Einsparungen wirkten dabei positiv. Dazu kam ein höherer Ergebnisbeitrag aus der Digitalisierungssparte, die von einem starken Softwaregeschäft sowie einem positiven Bewertungseffekt von Bentley Systems profitierte. Analysten hatten mit einem Rückgang gerechnet.

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Unter dem Strich verzeichnete Siemens hingegen einen Gewinneinbruch, ausgelöst vor allem durch die vor der Abspaltung stehende Siemens Energy. Dazu kam eine höhere Steuerquote. Netto verdiente Siemens nur noch 539 Millionen, nach rund 1 Milliarde Euro im Vorjahresquartal. Kosten für die Ausgliederung belasteten dabei ebenso wie Abschreibungen in diesem Zusammenhang.

Siemens erwartet für 2020 Umsatzrückgang von rund 5 Prozent

Dazu kamen hohe Verluste des Windanlagenbauers Siemens Gamesa. Die von Siemens gehaltene Mehrheitsbeteiligung wird in dem neuen Energiekonzern aufgehen. An den Abspaltungs- und Börsenplänen hält Siemens trotz der Corona-Pandemie fest. Ende September soll die Börsennotierung von Siemens Energy erfolgen.

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Für das Geschäftsjahr 2020 erwartet Siemens weiter einen moderaten vergleichbaren Umsatzrückgang um bis zu 5 Prozent. Eine Ergebnisprognose gab der Konzern noch immer nicht ab. Die Münchner gehen jedoch davon aus, dass die Corona-Pandemie auch das vierte Quartal stark beeinträchtigen wird.

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