Importe aus Tschechien oder Polen

Kein Verkauf vor Silvester - Experten warnen vor illegalem Feuerwerk

Vor Silvester 2021/2022 ist der Verkauf von Feuerwerk verboten. Experten warnen vor illegalem Feuerwerk.

Vor Silvester 2021/2022 ist der Verkauf von Feuerwerk verboten. Experten warnen vor illegalem Feuerwerk.

Bild: Matthias Becker (Archivbild)

Vor Silvester 2021/2022 ist der Verkauf von Feuerwerk verboten. Experten warnen vor illegalem Feuerwerk.

Bild: Matthias Becker (Archivbild)

Nach dem Verkaufsverbot von Böllern und Feuerwerk zu Silvester ist der Schwarzmarkt in den Fokus gerückt.
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dpa
19.12.2021 | Stand: 14:00 Uhr

Dabei warnen Experten vor dem Gebrauch von illegalem Feuerwerk. Ein legaler Böller unterscheide sich von einem illegalen Böller erstmal in der Zertifizierung, erklärte Hanspeter Scheibe, vom Deutschen Sprengverband mit Sitz in Siegen.

"Geprüftes Feuerwerk ist immer mit dem CE-Zeichen und einer Registriernummer versehen. Die Kennzeichnung beinhaltet unter anderem Angaben zur Ausstoßrichtung, Flughöhe, Lautstärke und der Nettoexplosivmasse", sagte Karsten Schneider, Pyrotechniker aus Hilbersdorf bei Freiberg in Sachsen, der Beamte des Landeskriminalamts Sachsen schult. (Lesen Sie auch: Diese Regeln gelten an Silvester in Bayern)

Bayerisches Staatsministerium "Nicht zugelassene Feuerwerke bergen unkalkulierbare Risiken"

Während ein in Deutschland legaler Böller nicht über 120 Dezibel erreicht und der Knall ausschließlich mit Schwarzpulver erzeugt werden darf, setzen nicht zertifizierte Böller gerne auf sogenannte Blitz-Knallsätze. "Der Unterschied ist, dass der zwei Gramm Schwarzpulverböller in Deutschland einen blauen Fleck auf der Hand macht und beim zwei Gramm Blitzknallsatzböller aus dem Ausland die Hand weg sein kann", erläuterte Scheibe. "Nicht zugelassene Feuerwerke, meist aus Drittstaaten, bergen unkalkulierbare Risiken", heißt es dazu vom Bayerischen Staatsministerium für Umwelt und Verbraucherschutz.

Bei den meist aus Polen oder Tschechien importierten Feuerwerkskörpern handelt es sich meist streng genommen nicht um illegale Ware, betonte Axel Brehm, Ermittler beim Landeskriminalamt Sachsen. "Normalerweise hat auch alles, was auf den Märkten in Tschechien und Polen verkauft wird, die Konformitätserklärung erhalten. Das eigentliche Problem ist, dass in diesen Ländern Artikel aus Kategorien frei verkauft werden dürfen, für die in Deutschland ein Erlaubnisschein benötigt wird."

Umgang mit Feuerwerk-Restbeständen aus dem letzten Jahr

Wer zu Silvester seine Restbestände verfeuern möchte, sollte laut Scheibe vom Deutschen Sprengverband "konzentriert an die Sache" herangehen, sich an Sicherheitsabstände halten und vorher die Gebrauchsanweisung lesen. "Auch bei Gegenständen, bei denen man denkt, dass man sie bereits die letzten zwanzig Jahre angezündet hat."

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