Warntag in Bayern am 12.5.

Darum heulen heute die Sirenen im Allgäu

Die Sirenen heulen: Auch im Allgäu findet heute am 12. Mai der landesweite Warntag 2022 statt. Doch nicht alle Landkreise, Städte und Gemeinden sind beim Sirenen-Probealarm dabei.

Die Sirenen heulen: Auch im Allgäu findet heute am 12. Mai der landesweite Warntag 2022 statt. Doch nicht alle Landkreise, Städte und Gemeinden sind beim Sirenen-Probealarm dabei.

Bild: Rolf Vennenbernd, dpa (Symbolbild)

Die Sirenen heulen: Auch im Allgäu findet heute am 12. Mai der landesweite Warntag 2022 statt. Doch nicht alle Landkreise, Städte und Gemeinden sind beim Sirenen-Probealarm dabei.

Bild: Rolf Vennenbernd, dpa (Symbolbild)

Sirenenalarm heute in Bayern: Am 12. Mai findet bayernweit der Warntag 2022 statt. Doch nicht überall im Allgäu heulen die Sirenen beim Probealarm.
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Von Allgäuer Zeitung
12.05.2022 | Stand: 11:00 Uhr

Warum heulen gerade die Sirenen, wird sich heute so macher in Bayern fragen. Die Antwort: Heute am 12.5.22, findet in Bayern ein landesweiter Probe-Alarm statt. Gegen 11 Uhr vormittags sollen auch in den Allgäuer Städten und Gemeinden die Sirenen ausgelöst werden. Ursprünglich hätte der Warntag 2022 bereits am 10. März stattfinden sollen, wurde wegen des Angriffs Russlands auf die Ukraine aber verschoben.

Bei der Warnung an die Bevölkerung soll heute auch die Warn-App NINA ausgelöst und getestet werden, außerdem kann probeweise über den Rundfunk und mit Lautsprecherfahrzeugen gewarnt werden.

Obwohl Bayerns Innenministerium den Probealarm als landesweit angekündigt hat, werden aber nicht überall die Sirenen heulen. Auch im Allgäu werden einzelne Städte und Landkreise nicht oder nur eingeschränkt teilnehmen. Hier gibt es Antworten auf die wichtigsten Fragen zum Sirenenalarm am 12.5.2022.

Probealarm heute in Bayern - was passiert da?

  • Um 11 Uhr heute sollen zeitgleich die Sirenen heulen.
  • Rund zehn Minuten später wird Entwarnung gegeben - ebenfalls über Sirenen.
  • Außerdem soll über die Notfall-Informations- und Nachrichten-App des Bundes NINA eine Probewarnmeldung versendet werden.
  • Auch andere Warn-Apps wie zum Beispiel "BIWAPP" oder "KATWARN" können teilnehmen.

Warum heulen die Sirenen heute?

Ein Warntag soll eigentlich einmal pro Jahr in Deutschland stattfinden. Das klappte in der Vergangenheit mehrfach nicht.

  • Beim ersten bundesweiten Warntag am 10. September 2020 lief vieles schief: Auch im Allgäu blieben die Sirenen mancherorts still, sogar die amtlichen Warn-Apps schlugen nicht oder erst eine halbe Stunde zu spät an. Anhand der Pannen stellte man fest, dass viele in der Bevölkerung nicht hätte gewarnt werden können. Der damalige Leiter des Bundesamtes für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK), Christoph Unger, wurde abgelöst.
  • Auch der für September 2021 geplante Probealarm wurde abgesagt.
  • Der nächste überregionale Probealarm war dann für den 10. März 2022 vorgesehen, musste wegen des Ukraine-Krieges aber abgesagt werden, um Missverständnissen vorzubeugen.
  • Der neue Anlauf am 12. Mai 22 soll nun auch ein Test sein, ob ein Großteil der Probleme gelöst werden konnte.

Trotzdem nehmen im Allgäu nicht alle Landkreise und Städte am Probealarm-Tag teil. Im Gegensatz zum letzten Mal soll dies nun aber bereits im Vorfeld klar kommuniziert werden.

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Das bayerische Innenministerium hat auf seiner Webseite eine Liste veröffentlicht, wer bislang aus der Region am Warntag teilnimmt - Änderungen möglich.

  • Kempten: zusätzlich auch Warn-Apps
  • Memmingen: nur mobile Sirenenanlagen
  • Lindau: mobile Sirenenanlage
  • Landkreis Ostallgäu:
    • Günzach: ausschließlich mobile Sireneanlage
    • Marktoberdorf-Leuterschach: mobile Sireneanlage
    • Schwangau: mobile Sireneanlage
  • Landkreis Lindau: zusätzlich auch Warn-App NINA
    • Lindenberg: Sirene Liebherr-Aerospace
    • Röthenbach: mobile Sirenenanlage
    • Scheidegg: mobile Sirenenanlage
    • Weiler-Simmerberg: Sirene Rathaus Weiler
    • Weißensberg: mobile Sirenenanlage
    • Lindau: mobile Sirenenanlage
  • Landkreis Oberallgäu:
    • Aktuell ist nicht geplant, dass sich der Landkreis Oberallgäu am Sirenen-Probealarm beteiligt. Es ist aber geplant, mit der NINA-Warnapp dabei zu sein.
  • Landkreis Unterallgäu:
    • Auch hier ist man mit der Warnapp NINA beteiligt, eine Bevölkerungswarnsirene gibt es nicht.

Zur Erklärung: Die Sirenen im Landkreis Unterallgäu sind lediglich zur Feuerwehralarmierung ausgelegt. Am Warntag soll jedoch die Funktion zur Personenalarmierung getestet werden. Das ist ein besonderer Ton, die Anlagen im Unterallgäu können das nicht.

Warum heulen die Sirenen im Allgäu? Und wieso heulen sie an manchen Orten nicht?

Wie im Unterallgäu gibt es auch an etlichen anderen Orten in der Region kaum noch Katastrophenschutz-Sirenen. Zwar gibt es Sirenen, die zur Alarmierung der Feuerwehren dienen. Aber nur wenige davon sind in der Lage, auch Warnsignale des Katastrophenschutzes wiederzugeben.

Sirenen stammen noch aus der Zeit des 2. Weltkriegs. Warum sind sie heute immer noch nötig?

Sirenen gelten vor allem nachts als zuverlässiges Warnmittel. Ihr Heulton holt die Menschen aus dem Schlaf, wenn Handy, Radio oder TV ausgestellt sind.

Wieso braucht man dann noch Warn-Apps wie NINA und Lautsprecherfahrzeuge?

Sirenen melden nur, dass Gefahr im Verzug ist, aber nicht welche. Über Lautsprecherfahrzeuge kann die Bevölkerung viel konkreter gewarnt werden. Über die App NINA kommt die Warnung sogar direkt auf das Smartphone.

Wie funktioniert die NINA-App?

Die Notfall-Informations- und Nachrichten-App NINA wurde vom BBK entwickelt. Sie ist mit dem satellitengestützten Warnsystem des Bundes verknüpft, das Warnungen des BBK und lokale Warnungen der Leitstellen verbreitet (Modulares Warnsystem). NINA empfängt aber auch Wetterwarnungen des Deutschen Wetterdienstes und Hochwasserwarnungen.

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