Oberbayern

Skelette in Kipfenberg entdeckt: Seit 18 Jahren vermisstes Paar wurde ermordet

Hier im Wald bei Kipfenberg fand ein Spaziergänger die Knochen eines seit 18 Jahren vermissten Paars. Jetzt steht fest: Die beiden wurden ermordet.

Hier im Wald bei Kipfenberg fand ein Spaziergänger die Knochen eines seit 18 Jahren vermissten Paars. Jetzt steht fest: Die beiden wurden ermordet.

Bild: Polizeipräsidium Oberbayern Nor

Hier im Wald bei Kipfenberg fand ein Spaziergänger die Knochen eines seit 18 Jahren vermissten Paars. Jetzt steht fest: Die beiden wurden ermordet.

Bild: Polizeipräsidium Oberbayern Nor

In Kipfenberg bei Eichstätt findet ein Spaziergänger die Knochen eines Mannes und einer Frau. Jetzt steht fest: Das lange vermisste Paar wurde ermordet.

12.06.2020 | Stand: 13:17 Uhr

Nach dem Fund von zwei Skeletten in Kipfenberg bei Eichstätt (Oberbayern) ermittelt die Polizei jetzt wegen zweifachen Mordes. Das teilten die Ermittler am Freitag mit. Die Frau und der Mann - ein seit 18 Jahren vermisstes Paar - seien durch massive Gewalteinwirkung zu Tode gekommen.

Die Beamten berufen sich bei ihren Erkenntnissen auf das Ergebnis einer Untersuchung der Knochenteile durch Experten des Instituts für Rechtsmedizin München. 

Ein Spaziergänger hatte die Knochen und einen Totenschädel Anfang Mai in einem Wald bei Kipfenberg gefunden und die Polizei verständigt. Einsatzkräfte gruben dann von Hand weitere Knochenteile und einen zweiten Schädel aus. Mehrere Kubikmeter Erde seien ausgehoben, zerkleinert und gesiebt worden, um sie auf weitere Leichenteile zu untersuchen, sagte der Polizeisprecher. Rund ein Dutzend Kriminalbeamte seien an der Grabung und Dokumentation der Funde beteiligt gewesen.

Zuordnung per DNA an den Knochen

Rechtsmediziner stellten anschließend fest, dass es sich um die Skelette eines Mannes und einer Frau handelte. Durch DNA-Material an den Knochen konnten die Experten die sterblichen Überreste dem seit 2002 vermissten jungen Paar zuordnen.

21 und 23 Jahre altes Paar war seit Jahren vermisst

Nach Angaben des Polizeisprechers waren die Frau und der Mann zum Zeitpunkt ihres Verschwindens 21 und 23 Jahre alt. Damals erstattete ein Verwandter Vermisstenanzeige bei der Polizei in Ingolstadt, da das Pärchen nicht erreichbar war. Die Hintergründe des Verbrechens sind noch völlig unklar.

Eine rund zehnköpfige Ermittlungsgruppe ("EG Birktal") der Kripo Ingolstadt nahm mit Staatsanwaltschaft und Rechtsmedizin die Arbeit auf.