20.000 Münchner Haushalte ohne Strom

Sind Extremisten für den Stromausfall in München verantwortlich?

Bei einem Brand in einer Münchner Baugrube wurden Stromkabel vollkommen zerstört. Für das Feuer liegt ein Bekennerschreiben vor.

Bei einem Brand in einer Münchner Baugrube wurden Stromkabel vollkommen zerstört. Für das Feuer liegt ein Bekennerschreiben vor.

Bild: Peter Kneffel, dpa (Archiv)

Bei einem Brand in einer Münchner Baugrube wurden Stromkabel vollkommen zerstört. Für das Feuer liegt ein Bekennerschreiben vor.

Bild: Peter Kneffel, dpa (Archiv)

Nach einem Feuer in einer Münchner Baugrube fiel im Mai in Tausenden Haushalten der Strom aus. Die Polizei analysiert ein Bekennerschreiben.
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dpa
11.08.2021 | Stand: 06:37 Uhr

Nach dem großen Stromausfall in München im Mai steckt die Bayerische Zentralstelle zur Bekämpfung von Extremismus und Terrorismus (ZET) noch in den Ermittlungen zu den Hintergründen des ursächlichen Brandes.

"Ein extremistischer Hintergrund ist weiterhin nicht ausschließbar", sagte ein Sprecher der Deutschen Presse-Agentur in München. Derzeit werde ein Bekennerschreiben ausgewertet und analysiert, das nach dem Stromausfall auf der Online-Plattform "Indymedia" veröffentlicht worden war.

20.000 Münchner Haushalte eineinhalb Tage ohne Strom

Dem Schreiben zufolge galt der Anschlag auf das Strom- und Glasfasernetz einem Rüstungskonzern am Münchner Ostbahnhof. Bei dem Feuer in einer Baugrube waren am 21. Mai rund 50 Stromkabel der Mittelspannung vollkommen zerstört worden. In der Folge fielen etwa 150 Trafostationen aus - und rund 20 000 Haushalte waren bis zu eineinhalb Tage lang ohne Strom.

Die Ermittler prüfen seither Verbindungen ins linksextremistische Milieu. Schon in der jüngeren Vergangenheit gab es in München wiederholt Brandanschläge auf die Infrastruktur.

Seit November 2019 hatten Unbekannte in der Landeshauptstadt mehrfach Funkmasten und andere Einrichtungen angezündet; bei der Serie entstand ein Schaden von rund 3,6 Millionen Euro. Die Ermittler ordnen die Taten linksextremen Straftätern zu, konnten aber bislang keine konkreten Personen ermitteln.

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