Skitour

Studie: Tourengeher wenig auf Lawinen und Naturschutz vorbereitet

Skitouren sind in der Corona-Krise immer beliebter. Doch nicht jeder ist ausreichend vorbereitet.

Skitouren sind in der Corona-Krise immer beliebter. Doch nicht jeder ist ausreichend vorbereitet.

Bild: picture alliance/dpa | Angelika Warmuth

Skitouren sind in der Corona-Krise immer beliebter. Doch nicht jeder ist ausreichend vorbereitet.

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Viele Tourengeher sind nicht optimal auf die Lawinengefahr vorbereitet - und beachten auch Schutzgebiete für Wildtiere zu wenig.
Skitouren sind in der Corona-Krise immer beliebter. Doch nicht jeder ist ausreichend vorbereitet.
dpa
04.12.2020 | Stand: 14:16 Uhr

Rund 30 Prozent der Wintersportler waren ganz ohne jede Lawinenausrüstung unterwegs, ergab eine Befragung von rund 360 Sportlern im Spitzingseegebiet im Februar und März dieses Jahres. Viele wussten zudem nichts über den Schutz der Wildtiere. Etwa die Hälfte der Tourengeher habe sich vorab nicht über Schon- und Schutzgebiete informiert. Als Tagesziel seien sogar Gipfel in derartigen Gebieten angegeben worden. (Lesen Sie auch: Skitouren im Allgäu - was Sie über Lawinen im Winter 2020/2021 wissen sollten)

An der am Freitag vorgestellten Studie waren die Sektion München des Deutschen Alpenvereins, Tourismusforscher der Ludwig-Maximilians-Universität München, Lawinenexperten und Vertreter aus dem Gebiet beteiligt.

Neben der Befragung wurden die Tourengeher an Checkpoints mit Infrarot-Technik gezählt. Mehr als tausend Tourengeher seien an guten Tagen im Taubensteingebiet unterwegs gewesen - dabei immer mehr auch frühmorgens und abends bis tief in die Nacht. Seit längerem boomen Touren vor und nach der Arbeit. (Lesen Sie auch: Skitouren im Allgäu: Corona verstärkt den Boom)

Dabei sei gerade die Dämmerung für die Wildtiere die wichtigste Zeit zum Fressen, hieß es. Deshalb müsse es eine stärkere Lenkung in den Dämmerungs- und Nachtstunden geben.