Wetter in Bayern

Sturm zieht über Bayern - erste Schäden in Franken

Der Mittwoch ist in ganz Deutschland von Sturmböen geprägt.

Der Mittwoch ist in ganz Deutschland von Sturmböen geprägt.

Bild: Robert Michael/dpa (Symbolbild)

Der Mittwoch ist in ganz Deutschland von Sturmböen geprägt.

Bild: Robert Michael/dpa (Symbolbild)

Warm, aber heftige Böen wie im Herbst - Sturmtief "Kirsten" wirbelte über Bayern. Vielerorts stürzten Bäume um.

 

Der Mittwoch ist in ganz Deutschland von Sturmböen geprägt.
dpa
26.08.2020 | Stand: 16:06 Uhr

Ein abgenickter Maibaum, gesperrte Bahnstrecken und abgebrochene Wochenmärkte - das Sturmtief "Kirsten" ist über Bayern gezogen und hat dabei einige Schäden angerichtet. Umgestürzte Bäume und abgeknickte Äste störten in Franken und Oberbayern teilweise den Zugverkehr.

Zwischen Roth und Schwabach in Mittelfranken fiel ein dicker Ast auf eine Oberleitung, so dass die Regionalbahnen ab Mittag nicht mehr fahren konnten. Die Oberleitung werde repariert, sagte ein Sprecher der Deutschen Bahn. Reisende könnten auf Busse umsteigen. Weil auch Signalkabel beschädigt seien, könnte sich die Sperrung bis in die Abendstunden hinziehen.

>> Lesen Sie auch: Stürmischer Mittwoch im Allgäu - Vorsicht in den Bergen <<

Zwischen Landshut und Freising in Oberbayern stürzte ein Baum auf eine Oberleitung. Bahnmitarbeiter versuchten am Nachmittag, diesen zu bergen. Die Bahn plante, einen Ersatzverkehr einzurichten. Ein umgestürzter Baum blockierte am Vormittag die Schienen zwischen Fürth und Zirndorf (Landkreis Fürth). Die Deutsche Bahn musste für etwa eine Stunde den Verkehr unterbrechen.

In Würzburg fällte der Sturm den Maibaum auf dem Marktplatz. Glücklicherweise sei niemand verletzt worden, sagte ein Stadtsprecher. Stadtmitarbeiter hätten den Baum zersägt und abtransportiert. Die Verwaltung sperrte die mit vielen Bäumen bewachsenen städtischen Friedhöfe und warnte vor einem Besuch des Stadtwaldes. Auch in München schloss die Stadt ihre Friedhöfe für Besucher.

Mehrere Bäume in Oberfranken wegen des Sturms umgeknickt

In Erlangen machten zwei Märkte schon um 12.00 Uhr zu. Am Vormittag habe es Sturmböen von mehr als 60 Kilometer pro Stunde gegeben, begründete die Stadt. In Fürth warnte die Kreisbrandinspektion über Twitter die Menschen: "Passt auf Euch auf, es ist mit umgestürzten Bäumen sowie herabstürzenden Gegenständen zu rechnen!". In Oberfranken knickten die Böen nach Angaben der Polizei einige Bäume um. Unfälle oder Behinderungen des Verkehrs habe es aber nicht gegeben, sagte ein Sprecher.

Der Deutsche Wetterdienst hatte zuvor vor starken Windböen vielerorts in Bayern gewarnt, besonders im nördlichen Franken, im Bergland, auf hohen Alpengipfeln und in Kammlagen. Am Donnerstag sollte sich das Wetter wieder beruhigen.