Mehr schwere Unfälle auf A8

Tempolimit auf weiteren Abschnitten der Autobahn 8 geplant

Nach einer deutlichen Zunahme von schweren Unfällen auf der ausgebauten Autobahn 8 zwischen München und Ulm soll es in weiteren Bereichen Tempolimits geben.

Nach einer deutlichen Zunahme von schweren Unfällen auf der ausgebauten Autobahn 8 zwischen München und Ulm soll es in weiteren Bereichen Tempolimits geben.

Bild: Peter Steffen, dpa (Symbolbild)

Nach einer deutlichen Zunahme von schweren Unfällen auf der ausgebauten Autobahn 8 zwischen München und Ulm soll es in weiteren Bereichen Tempolimits geben.

Bild: Peter Steffen, dpa (Symbolbild)

Seitdem die A8 in Schwaben ausgebaut wurde, gibt es deutlich mehr schwere Unfälle. Nun soll es weitere Anlagen für variable Verkehrsbeschränkungen geben.
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dpa
04.07.2021 | Stand: 09:43 Uhr

Nach einer deutlichen Zunahme von schweren Unfällen auf der ausgebauten Autobahn 8 zwischen München und Ulm soll es in weiteren Bereichen Tempolimits geben. Wie der schwäbische Bundestagsabgeordnete Hansjörg Durz (CSU) mitteilte, werden nun auch zwischen Augsburg und Ulm sogenannte Verkehrsbeeinflussungsanlagen installiert.

Diese Telematik-Anlagen ermöglichen es, dass Geschwindigkeitsbegrenzungen oder andere Streckenverbote je nach Verkehrslage variabel den Fahrern angezeigt werden.

Tempolimit auf weiteren Abschnitten der Autobahn 8 geplant

Die rund 110 Kilometer lange A8 zwischen München und der Landesgrenze zu Baden-Württemberg war zwischen 2007 und 2015 durchgängig von zwei auf drei Fahrbahnen pro Richtung ausgebaut worden. Frühere Geschwindigkeitslimits wurden danach aufgehoben. (Lesen Sie auch: 925 Menschen fordern Lärmschutz und Tempolimit an der A7)

Das hat sich erheblich auf die Verkehrssicherheit ausgewirkt. Das Polizeipräsidium in Augsburg hat festgestellt, dass es im Zehn-Jahres-Vergleich auf der Strecke doppelt so viele Unfälle mit Verletzten oder Toten gab. (Lesen Sie auch: Bald überall innerorts Tempo 30? Das sagen Bürgermeister im Allgäu dazu)

Seit Jahren werden die Rufe nach Tempolimits lauter

Immer häufiger wurden deswegen Geschwindigkeitsbeschränkungen gefordert. Für die Strecke zwischen München und Augsburg war bereits festgelegt worden, in den kommenden Jahren für mehr als 40 Millionen Euro Telematik-Anlagen zu bauen. Im Rahmen eines Pilotprojekts zu wissenschaftlichen Zwecken würden nun auch auf der weiteren Strecke bis Ulm einfache Anlagen aufgestellt, berichtete Durz.

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Diese würden auf Unfallschwerpunkte, Anschlussstellen und Talsenken konzentriert. Um erste Erfahrungen zu sammeln, würden noch in diesem Jahr zwei Pilotanlagen bei Burgau und Adelsried aufgestellt, sagte der aus dem Landkreis Augsburg stammende Abgeordnete. Durz setzt sich seit Jahren für Telematik an der A8 ein. (Lesen Sie auch: B12 Verkehr im Allgäu: Muss die B12 wie eine Autobahn ausgebaut werden?)

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