Naturschutz in Bayern

Eine bayernweite Besucherlenkung soll die Natur schützen

Das Bayerische Umweltministerium hat ein Konzept vorgestellt, das solche Situationen in Zukunft vermeiden soll.

Das Bayerische Umweltministerium hat ein Konzept vorgestellt, das solche Situationen in Zukunft vermeiden soll.

Bild: Günter Jansen

Das Bayerische Umweltministerium hat ein Konzept vorgestellt, das solche Situationen in Zukunft vermeiden soll.

Bild: Günter Jansen

Einheimische klagen über den Ausflugsverkehr - und auch die Natur leidet. Das Umweltministerium hat ein Konzept vorgestellt, das Abhilfe schaffen soll.
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dpa
27.03.2021 | Stand: 10:40 Uhr

Besucherströme besser lenken - das ist das Ziel eines neuen Konzepts des Umweltministeriums, das ökologisch sensible Gebiete noch besser als bisher schützen soll. "Unsere Natur wird zu einem wahren Tourismusmagnet. Gerade in Zeiten von Corona brauchen wir Lösungen für ein harmonisches Miteinander von Mensch und Natur", sagte Umweltminister Thorsten Glauber (Freie Wähler) am Samstag zum Ferienstart.

Umweltminister Thorsten Glauber: "Nicht jedes Eck Bayerns darf touristisch erschlossen werden"

"Ein Ausgleich der Interessen soll durch eine bestmögliche Lenkung der Besucher gelingen. Nicht jedes Eck Bayerns darf touristisch erschlossen werden", sagte Glauber weiter. Eine erste Musterregion für Besucherlenkung entstehe im Oberallgäu, dafür stehe eine halbe Million Euro zur Verfügung.

Bei dem Konzept sollen Maßnahmen zusammengefasst werden, die teils bereits in Nationalparken umgesetzt sind. Besucherzählgeräte sollen es beispielsweise ermöglichen, dass die Gäste schon von Zuhause aus sehen, wie stark besucht eine Region ist. "Digital-Ranger" sollen Informationen über Online-Plattformen und Soziale Medien verbreiten. In schwer zugänglichem Gelände soll der Einsatz von Drohnen getestet werden. Regionale Kampagnen sowie der Wettbewerb "Ausgewildert" sollen den Menschen die schützenswerte Natur näherbringen.

Projekt: Mehr Ranger, Gebietsbetreuer und Naturschutzwächter iin Bayern

Ranger, Gebietsbetreuer und Naturschutzwächter werden weiterhin vor Ort sein - ihr Einsatz wird sogar ausgebaut. In den kommenden Monaten sollen weitere 20 Rangerstellen hinzukommen. Für die Gebietsbetreuung stehen ab 1. April 2021 für weitere drei Jahre über 7,7 Millionen Euro zur Verfügung.

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