Mitarbeiter zur Impfung gedrängt?

Ermittlungen gegen Zahnarzt nach umstrittener Impfaktion

Ein Ingolstädter Arzt soll für seine Belegschaft einen Impftermin organisiert und die Mitarbeiter zur Teilnahme gedrängt haben.

Ein Ingolstädter Arzt soll für seine Belegschaft einen Impftermin organisiert und die Mitarbeiter zur Teilnahme gedrängt haben.

Bild: Antti Aimo-Koivisto, dpa (Symbolbild)

Ein Ingolstädter Arzt soll für seine Belegschaft einen Impftermin organisiert und die Mitarbeiter zur Teilnahme gedrängt haben.

Bild: Antti Aimo-Koivisto, dpa (Symbolbild)

In Arzt aus Ingolstadt soll seine Mitarbeiter zu einer Impfung gedrängt haben. Im Internet gab es daraufhin einen Shitstorm. Nun wird gegen den Mann ermittelt.
Ein Ingolstädter Arzt soll für seine Belegschaft einen Impftermin organisiert und die Mitarbeiter zur Teilnahme gedrängt haben.
dpa
27.01.2021 | Stand: 16:26 Uhr

Nach einer Impfaktion für seine Mitarbeiter wird gegen einen Zahnarzt aus dem nördlichen Oberbayern wegen Nötigung ermittelt. Ein entsprechendes Verfahren gegen den Mann sei eingeleitet worden, sagte die Ingolstädter Oberstaatsanwältin Andrea Grape am Mittwoch. Zuvor hatten mehrere Medien darüber berichtet.

Arzt drängte Mitarbeiter zur Corona-Impfung

Der Zahnarzt hatte für sein gesamtes Praxisteam am zweiten Januarwochenende einen Impftermin organisiert und die Belegschaft zur Teilnahme gedrängt. Nach einem damaligen Bericht des Donaukuriers hatten die Mitarbeiter die folgende Mitteilung bekommen: "Wer die Impfung nicht möchte, wird ohne Gehalt von der Arbeit freigestellt."

Ingolstädter Mediziner stehe weiter hinter der Aktion

Der Mediziner sagte der Zeitung, dass diese Mitteilung zwar nicht glücklich formuliert gewesen sei, er aber weiter hinter der Aktion stehe. Später wollte er keine Stellungnahme mehr abgeben. Auch am Mittwoch war keine Erklärung von ihm zu den Ermittlungen zu bekommen.

Wegen der Impfaktion gab es einen Shitstorm im Internet gegen den Arzt. Die Inhalte der Praxis-Internetseite sind seitdem fast vollständig verschwunden. Auch eine zuvor noch aktive Facebook-Seite wurde abgeschaltet.