Appell vom Umweltminister

Immer häufiger Unwetter - bayerische Kommunen sollen sich für Sturzfluten rüsten

Sandsäcke liegen vor einem Café in Landshut. Nach den Unwettern der vergangenen Tage im Freistaat hat Bayerns Umweltminister Thorsten Glauber die Kommunen im Freistaat aufgefordert, sich «bestmöglich» auf Starkregen und Sturzfluten vorzubereiten.

Sandsäcke liegen vor einem Café in Landshut. Nach den Unwettern der vergangenen Tage im Freistaat hat Bayerns Umweltminister Thorsten Glauber die Kommunen im Freistaat aufgefordert, sich «bestmöglich» auf Starkregen und Sturzfluten vorzubereiten.

Bild: Armin Weigel, dpa

Sandsäcke liegen vor einem Café in Landshut. Nach den Unwettern der vergangenen Tage im Freistaat hat Bayerns Umweltminister Thorsten Glauber die Kommunen im Freistaat aufgefordert, sich «bestmöglich» auf Starkregen und Sturzfluten vorzubereiten.

Bild: Armin Weigel, dpa

Nach den jüngsten Unwettern appelliert Bayerns Umweltminister Thorsten Glauber an die Kommunen, sich "bestmöglich" für Starkregen und Sturzfluten zu rüsten.
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dpa
01.07.2021 | Stand: 12:38 Uhr

"Jede Kommune kann es treffen", sagte Glauber in München. "Für kleine Gemeinden können Sturzfluten sogar eine existenzielle Bedrohung sein."

Dennoch wird ein Förderprogramm für bessere Schutzkonzepte nach Angaben des Umweltministeriums bisher nur zögerlich abgerufen. Demnach haben bislang rund 100 der mehr als 2.000 bayerischen Kommunen Geld aus dem Fördertopf beantragt. Dabei seien noch ausreichend Mittel für weitere Anträge vorhanden, sagte ein Ministeriumssprecher. Über die Gründe für die Zurückhaltung könne man nur spekulieren (Lesen Sie hierzu: Bäume auf Autos, Blitzeinschlag, Gartenschau-Gelände in Lindau beschädigt - Das ist die Unwetter-Bilanz der Polizei).

Schutz vor Starkregen

Der Sprecher der Grünen-Landtagsfraktion für Naturschutz und Klimaanpassung, Patrick Friedl, sagte: "Entscheidend ist ein größeres Informationsangebot und attraktive Fördersätze. Nur so können noch deutlich mehr bayerische Kommunen überzeugt werden, zu handeln." Umweltminister Glauber betonte, man werde die Kommunen beim Schutz vor Starkregen "kraftvoll unterstützen".

Um Sturzfluten vorzubeugen, will das Ministerium aber nicht nur auf Deiche oder Schutzwände setzen, sondern auch auf "Schwammstadt"-Konzepte bei der Bauplanung. "Wir müssen das Wasser in unseren Städten und Gemeinden halten wie ein Schwamm", sagte Glauber (Freie Wähler). Dafür müssten zum Beispiel abgesenkte Grünflächen angelegt werden, auf denen Wasser zurückgehalten werden oder versickern kann. Ein Leitfaden des Ministeriums solle Planern und Kommunen dabei helfen.

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