Tarifkonflikt

Verdi kündigt weitere Warnstreiks an - auch bei Sparkassen

Mitarbeiter der Münchner Verkehrsgesellschaft (MVG) streikten bereits am 9. Oktober.

Mitarbeiter der Münchner Verkehrsgesellschaft (MVG) streikten bereits am 9. Oktober.

Bild: Peter Kneffel/dpa

Mitarbeiter der Münchner Verkehrsgesellschaft (MVG) streikten bereits am 9. Oktober.

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Der nächste Ausstand steht an: Im Tarifkonflikt des öffentlichen Dienstes soll es in Bayern kommende Woche weitere Warnstreiks geben.
dpa
11.10.2020 | Stand: 17:25 Uhr

Die Arbeitgeber müssten endlich zur Besinnung kommen und den Beschäftigten ein ernsthaftes Angebot vorlegen, sagte Norbert Flach von Verdi Bayern. Arbeitsniederlegungen sind unter anderem geplant in Kliniken, Bauhöfen, Abfallwirtschaftsbetrieben, Stadtwerken und bei der Straßenreinigung. Auch zahlreiche Sparkassen werden laut Verdi betroffen sein. Am Dienstag (13. Oktober) sind Aktionen von Auszubildenden in München und Nürnberg geplant. Außerdem hat die Gewerkschaft Beschäftigte aufgerufen, am Mittwoch (14. Oktober) an einer zentralen Aktion in Forchheim teilzunehmen.

Verdi kündigt Warnstreiks an: Neue Verhandlungsrunde am 22. und 23. Oktober

Mit den Warnstreiks will Verdi unter anderem auf die Leistung der Beschäftigten des öffentlichen Dienstes während der Coronakrise aufmerksam machen. Noch vor dem Beginn der dritten Verhandlungsrunde am 22. und 23. Oktober erwarte man deshalb von den Arbeitgebern ein Angebot, das diese Leistungen anerkenne und wertschätze. Verdi verlangt vom Bund und von den Kommunen nach eigenen Angaben unter anderem, die Einkommen um 4,8 Prozent anzuheben, mindestens aber um 150 Euro pro Monat, bei einer Laufzeit von zwölf Monaten.

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