Brenner-Nordzulauf

Trotz Kritik am Neubau: Die Bahnstrecke durchs Inntal soll bis 2040 fertig sein

Der Neubau der Bahnstrecke durchs Inntal sorgt weiterhin für Kritik. Laut dem Verkehrsministerium sollen dort trotzdem ab 2040 die Züge rollen.

Der Neubau der Bahnstrecke durchs Inntal sorgt weiterhin für Kritik. Laut dem Verkehrsministerium sollen dort trotzdem ab 2040 die Züge rollen.

Bild: Matthias Balk, dpa (Symbol)

Der Neubau der Bahnstrecke durchs Inntal sorgt weiterhin für Kritik. Laut dem Verkehrsministerium sollen dort trotzdem ab 2040 die Züge rollen.

Bild: Matthias Balk, dpa (Symbol)

Bis 2040 soll die geplante Bahnstrecke durchs Inntal - der sogenannte Brenner-Nordzulauf - fertig sein. Allerdings regt sich weiterhin viel Kritik am Neubau.
Der Neubau der Bahnstrecke durchs Inntal sorgt weiterhin für Kritik. Laut dem Verkehrsministerium sollen dort trotzdem ab 2040 die Züge rollen.
dpa
25.09.2020 | Stand: 19:58 Uhr

Auf der geplanten Bahn-Neubaustrecke im bayerischen Inntal sollen in zwanzig Jahren die ersten Züge rollen. "Die Inbetriebnahme des Brenner-Nordzulaufs ist im Jahr 2040 geplant", heißt es in einer Antwort der Bundesregierung auf eine Kleine Anfrage der FDP-Bundestagsfraktion. Die Sender RTL und ntv hatten zuerst darüber berichtet.

Die umstrittene zweigleisige Bahnstrecke soll die Kapazitäten zum Brenner Basistunnel erhöhen, an dem in Österreich und Italien bis mindestens 2028 gebaut wird und der mehr Güter auf die Schiene bringen soll. Dass der Nordzulauf erst deutlich später kommen kann, ist lange bekannt. Auf den Zeithorizont 2040 verweise die Deutsche Bahn seit Jahren, sagte ein Sprecher am Freitag.

Kommunen, Umweltschützer und Bürgerinitiativen kritisieren Bahn-Neubau

Der Brenner-Nordzulauf steht zwar mit vordringlicher Priorität im Bundesverkehrswegeplan. Experten gehen aber davon aus, dass mit einem Bau überhaupt erst in zehn Jahren begonnen werden könnte.

Bisher hat die Bahn fünf Korridore für Trassen vorgestellt, nächstes Jahr soll eine endgültige Trasse ausgewählt sein. Derzeit läuft ein Raumordnungsverfahren der Regierung von Oberbayern. Dabei hat sich eine breite Front aus Kommunen, Umweltschützern und Bürgerinitiativen gegen die Neubau-Vorschläge ausgesprochen.

Die Kritik: Hohe Kosten, Eingriffe in die Landschaft und große Belastung für Anwohner

Sie kritisieren unter anderem hohe Kosten, gravierende Eingriffe in Landschaft und Natur sowie die Belastung für die Anwohner. Zudem sei unklar, welche Anreize es für Logistikunternehmen geben soll, ihre Güter auf die Schiene zu bringen. Nach einer Entscheidung für einen Neubau wäre mit Klagen zu rechnen - und langwierigen Prozessen. (Lesen Sie auch: Bahnstrecke München - Memmingen - Lindau: So lief die erste Testfahrt nach der Elektrifizierung)

Aus Sicht von Bürgerinitiativen ist der Ausbau der bestehenden Strecke die bessere Lösung. Dazu haben sie Vorschläge eines Planungsbüros vorgelegt. Diese sind aber nach Ansicht des Bundesverkehrsministeriums keine Alternative zur Neubaustrecke. Dabei blieben Engpässe, heißt es in der Antwort an die FDP-Fraktion.