Nachtleben in Bayern

Viele Lokale sind laut Dehoga am Rand des Ruins - doch es gibt auch gute Nachrichten

Bars und Kneipen in Bayern dürfen nach langer Corona-Pause bald wieder öffnen.

Bars und Kneipen in Bayern dürfen nach langer Corona-Pause bald wieder öffnen.

Bild: picture alliance/Carsten Koall/dpa (Symbolfoto)

Bars und Kneipen in Bayern dürfen nach langer Corona-Pause bald wieder öffnen.

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Bars und Kneipen dürfen nach langer Zwangspause wieder öffnen. Die Dehoga nennt die Entscheidung "überfällig". Andere müssen weiter geschlossen bleiben.
Bars und Kneipen in Bayern dürfen nach langer Corona-Pause bald wieder öffnen.
dpa
08.09.2020 | Stand: 15:45 Uhr

Nach monatelanger Corona-Zwangspause dürfen ab übernächstem Wochenende (19. September) Bars und Kneipen in Bayern wieder öffnen - unter Auflagen. Das teilte Ministerpräsident Markus Söder (CSU) am Dienstag nach der Kabinettssitzung in München mit. Lesen Sie hier weitere Ergebnisse der Kabinettssitzung.

Dabei sollen für Schankwirtschaften die gleichen Regeln gelten wie für Speisewirtschaften, zudem muss in geschlossenen Räumen die Bedienung am Tisch erfolgen. Doch es gibt auch einen Wermutstropfen: "Discos und Clubs bleiben leider zu", sagte Söder. "Das könnten Infektionsbomben werden."

Entscheidung laut Dehoga "überfällig"

Viele Lokale hatte die coronabedingte Schließung an den Rande des Ruins gebracht. "Wir sind natürlich erleichtert", sagte Thomas Geppert, der Landesgeschäftsführer des Hotel- und Gaststättenverbands Dehoga in Bayern. "Die Entscheidung war überfällig, die Hygienekonzepte in der Gastronomie funktionieren."

Ein positiver Nebeneffekt könnte nach Gepperts Einschätzung sein, dass weniger Alkohol auf den Straßen getrunken wird: "Man kann denjenigen wieder Raum geben, die sich jetzt im Freien unkontrolliert versammeln."

Allerdings können Gesundheitsämter laut Söder den Ausschank von Alkohol ab 23 Uhr verbieten, wenn die Infektionszahlen in einer Region besonders hoch sind.

Auch im Fußball Lockerungen

Auch im Amateur-Fußball gibt es Erleichterungen. Ab dem 19. September dürfen Ligaspiele und andere Breitensportwettkämpfe wieder ausgetragen werden. Zudem dürfen die Vereine ähnlich wie bei Kulturveranstaltungen eine begrenzte Anzahl von Fans zulassen. Ausgenommen davon bleiben aber vorläufig Profiligen, der DFB-Pokal und die Champions League.

Strenger werden dafür die Vorschriften etwa bei Demonstrationen. Bei größeren Versammlungen unter freiem Himmel gelte ab Mittwoch (9. September) regelmäßig eine Maskenpflicht, so Söder. Die Pflicht greife "jedenfalls ab einer Teilnehmerzahl von 200 Personen".

Gleichzeitig ändert die Staatsregierung ihre Teststrategie. Die Corona-Teststationen an den Autobahnen in Grenznähe und an den Hauptbahnhöfen München und Nürnberg werden zum Ende der Hauptreisezeit zum 30. September eingestellt.

Die freiwerdenden Testkapazitäten sollen dem Kabinettsbeschluss zufolge stattdessen "bedarfsorientiert" etwa für die Testzentren in den Landkreisen und kreisfreien Städten zur Verfügung stehen. Lediglich die Teststationen an den Flughäfen München, Nürnberg und Memmingen bleiben.