FFP2-Maskenpflicht in Bayern

So sieht es am ersten Tag der FFP2-Maskenpflicht im Nahverkehr in Bayern aus

Seit Montag gilt die FFP2-Maskenpflicht im Nahverkehr und in Geschäften in Bayern. Bereits in der Kulanzwoche sind die meisten Fahrgäste vorbereitet und entgegenkommend, heißt es aus Städten.

Seit Montag gilt die FFP2-Maskenpflicht im Nahverkehr und in Geschäften in Bayern. Bereits in der Kulanzwoche sind die meisten Fahrgäste vorbereitet und entgegenkommend, heißt es aus Städten.

Bild: Tobias Hase, dpa (Symbolbild)

Seit Montag gilt die FFP2-Maskenpflicht im Nahverkehr und in Geschäften in Bayern. Bereits in der Kulanzwoche sind die meisten Fahrgäste vorbereitet und entgegenkommend, heißt es aus Städten.

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Die FFP2-Maskenpflicht im Nahverkehr und in Geschäften gilt seit Montag in Bayern. Die ersten Beobachtungen machen Hofffnung für die Zeit nach der Kulanzwoche.
Seit Montag gilt die FFP2-Maskenpflicht im Nahverkehr und in Geschäften in Bayern. Bereits in der Kulanzwoche sind die meisten Fahrgäste vorbereitet und entgegenkommend, heißt es aus Städten.
dpa
18.01.2021 | Stand: 11:59 Uhr

Die FFP2-Maskenpflicht im Nahverkehr in Bayern wird gut angenommen. In den größten bayerischen Städten berichteten Sprecher der Verkehrsbetriebe am Montag unisono von einem problemlosen Start der neuen Regelung und einer großen Zahl von Maskenträgern. Noch wird die neue Regel nicht konsequent durchgesetzt - derzeit gilt eine Kulanzwoche.

In Nürnbergs Bussen und Bahnen lief der Start der FFP-2-Maskenpflicht problemlos, sagte eine Sprecherin des Verkehrsbetriebes VAG. 97 bis 98 Prozent der Fahrgäste hätten nach ersten Beobachtungen die vorgeschriebenen Masken getragen. Wer sie nicht trage, werde vom Servicepersonal angesprochen. Außerdem würden die Fahrgäste ständig per Durchsage über den neuen Standard informiert.

Auch in Augsburg und Augsburg tragen die meisten im Nahverkehr bereits FFP2-Masken

In Augsburg verwies man auf die Kulanzwoche. Die Masken müssten zwar getragen werden, "wir werden in dieser Woche aber noch niemanden des Fahrzeugs verweisen, der noch eine "normale" Maske auf hat", sagte ein Sprecher. "Dennoch tragen die allermeisten Fahrgäste bereits FFP2-Masken."

Bei den Münchner Verkehrsbetrieben hieß es, die U-Bahn-Wache berichte von einer Quote von mehr als 90 Prozent. "Die Nichtträger werden angesprochen", sagte ein Sprecher. "Bisher gibt es keine besonderen Vorkommnisse. In der Regel zeigen sich die Menschen verständig." Die Verkehrsbetriebe nutzten zudem verschiedene Möglichkeiten, vom U-Bahn-Fernsehen bis zu Tickern und sozialen Medien, um auf die Maskenpflicht hinzuweisen.

FFP2-Maskenpflicht gilt in Bayern seit Montag in Geschäften und im Nahverkehr

Seit Montag gilt in bayerischen Bussen, den Trams, den U- und S-Bahnen sowie in allen Geschäften eine Pflicht zum Tragen von FFP2-Schutzmasken. Das bayerische Kabinett hatte in der vergangenen Woche beschlossen, dass die bisher üblichen Alltagsmasken wegen der Corona-Pandemie nicht mehr ausreichten und daher beim Einkaufen und im Nahverkehr nicht mehr getragen werden dürfen.

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Die Nachbarn in Hessen sehen die FFP2-Maskenpflicht indes weitestgehend gelassen. Es gibt aber auch Unmut wegen der Masken, über die auch bei den anstehenden Beratungen von Bund und Ländern am Dienstag diskutiert werden könnte. "Wer in diesen Zeiten zwischen Bundesländern pendelt, sollte mittlerweile wissen, dass er sich über die Regeln jeder Region informieren muss. Somit sollte diese Anordnung kein Problem für die Odenwälderinnen und Odenwälder darstellen", teilte der an Bayern grenzende Odenwaldkreis mit. Unterschiedliche Regelungen seien seit dem Frühjahr gängige Praxis.

Unmut über FFP2-Maskenpflicht: Preise sind "raketenmäßig nach oben gegangen"

Mehr Unmut über die bayerischen Maßnahmen zeigt der abgewählte Bürgermeister von Babenhausen im Kreis Darmstadt-Dieburg, Achim Knoke (SPD). Eines könne man deutlich sagen, seit der bayerische Ministerpräsident Markus Söder (CSU) den Vorstoß verkündet habe: "Die Preise für FFP2-Masken sind raketenmäßig nach oben gegangen." Und er wisse nicht, was die Apotheken noch auf Halde hätten. Eine höhere Nachfrage nach den Masken bestätigte auch eine Mitarbeiterin einer Apotheke in Breuberg. "Wir merken eine verstärkte Nachfrage, aber nicht übermäßig", sagte sie. "Es gibt keinen Ansturm." Zudem seien die Kollegen vor Ort gut sortiert.

Dies bestätigt auch die Stadt Aschaffenburg in Unterfranken. "Es werden bei der Stadt vermehrt Fragen nach der Ausgabe von FFP2-Masken gestellt. In Apotheken und Drogeriemärkten ist die Nachfrage gestiegen", heißt es dort. Auswirkungen auf Geschäfte fürchtet man dort wegen der strengeren Regelung nicht. Der Handel sei sowieso weitestgehend dicht. Auch der Geschäftsführer bei den Stadtwerken, Dieter Gerlach, glaubt, dass sich die Auswirkungen in Grenzen halten. Die Stadtwerke decken den Nahverkehr bis an die Landesgrenze mit Hessen ab. Man sei ja ohnehin schon weitestgehend im Notbetrieb. "Die, die jetzt den ÖPNV nutzen, sind darauf angewiesen und werden ihn auch weiter nutzen."

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