Corona-Mutationen

Virologin aus München beruhigt: Keine Panik wegen Corona-Mutationen in Bayern

Die Münchner Virologin Ulrike Protzer warnt vor Panikmache wegen Corona-Mutationen aus Großbritannien und Südafrika.

Die Münchner Virologin Ulrike Protzer warnt vor Panikmache wegen Corona-Mutationen aus Großbritannien und Südafrika.

Bild: Sven Hoppe, dpa (Archiv)

Die Münchner Virologin Ulrike Protzer warnt vor Panikmache wegen Corona-Mutationen aus Großbritannien und Südafrika.

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Viele Menschen auch im Allgäu sorgen sich derzeit vor Corona-Mutationen. Dabei ist ihre Verbreitung im Freistaat wohl sehr gering, sagt eine Virologin.
Die Münchner Virologin Ulrike Protzer warnt vor Panikmache wegen Corona-Mutationen aus Großbritannien und Südafrika.
dpa
02.02.2021 | Stand: 06:57 Uhr

Die Münchner Virologin Ulrike Protzer warnt vor Panikmache wegen Corona-Mutationen aus Großbritannien und Südafrika. Nach ersten Ergebnissen seien hierzulande höchstens zwei Prozent der zirkulierenden Viren entsprechend mutiert. "Also noch kein Grund zur Sorge. Aber man muss es halt im Auge behalten", sagte die Direktorin des Instituts für Virologie am Helmholtz Zentrum München und an der Technischen Universität München.

"Es kann schon sein, dass die Zahl der nachgewiesenen Varianten zunimmt, wenn man jetzt genauer hinschaut", erläuterte die Virologin. Die Varianten B.1.1.7 aus Großbritannien und B.1.351 aus Südafrika seien ansteckender - aber nur bei direktem Kontakt ohne Schutz. "Auch die neuen Varianten können ja nur auf den Nächsten übertragen werden, wenn man sie lässt."

Protzer: Masken halten Viren ab

Konsequente Hygienemaßnahmen wie das Tragen von Masken würden alle Viren abhalten, selbst die neuen Varianten. "Und die Impfung wirkt auch", erklärte Protzer. Damit der Impfstoff nicht mehr helfe, "müsste noch viel passieren, das halte ich für unwahrscheinlich."

Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) hatte am Montag eindringlich zur Geduld gemahnt - auch deshalb, weil die britische Virusmutation immer stärker hierzulande nachgewiesen werde. "Es ist jetzt nicht die Zeit, über große Lockerungen zu reden - sondern lieber gründlich, länger, konsequent, dafür dann mit der größten Herausforderung durch sein."

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