Staatsforsten

Ein Viertel weniger Schäden durch Borkenkäfer in den Bayerischen Wäldern - das sind die Gründe

Borkenkäfer in Wäldern in Bayern - klein, aber schädlich für die Fichte: In diesem Jahr sind die von den Insekten verursachten Schäden im Staatswald erstmals seit Jahren zurückgegangen.

Borkenkäfer in Wäldern in Bayern - klein, aber schädlich für die Fichte: In diesem Jahr sind die von den Insekten verursachten Schäden im Staatswald erstmals seit Jahren zurückgegangen.

Bild: Armin Weigel, dpa

Borkenkäfer in Wäldern in Bayern - klein, aber schädlich für die Fichte: In diesem Jahr sind die von den Insekten verursachten Schäden im Staatswald erstmals seit Jahren zurückgegangen.

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Erstmals seit Jahren sind die Schäden durch Borkenkäfer in Bayerns Nadelwäldern zurückgegangen.. Zahlen und Gründe.
Borkenkäfer in Wäldern in Bayern - klein, aber schädlich für die Fichte: In diesem Jahr sind die von den Insekten verursachten Schäden im Staatswald erstmals seit Jahren zurückgegangen.
dpa
01.11.2020 | Stand: 09:42 Uhr

Die Bayerischen Staatsforsten meldeten am Sonntag einen Rückgang des sogenannten Schadholzes um ein Viertel. Demnach fielen heuer bayernweit 848.000 Festmeter Borkenkäferholz an, knapp 300.000 Festmeter weniger als 2019.

Damit ist Bayern im bundesweiten Vergleich die Ausnahme: In den übrigen 15 Bundesländern haben die Käferschäden fast überall zugenommen. Eine Ursache ist die Trockenheit im Frühjahr und Sommer, die auch in diesem Jahr weite Teile Deutschlands traf. Lediglich in Bayern südlich der Donau regnete es viel. Dementsprechend verzeichneten die Staatsforsten eine Zunahme der Käferschäden lediglich im Frankenwald. In Nordbayern regnet es im Schnitt ohnehin weniger als im Süden, und auch dieses Jahr war wieder ein trockenes.

Weniger Borkenkäfer in Bayerns Wäldern: Das sind die Gründe

Abgesehen davon haben die Staatsforsten ein aufwendiges Suchprogramm, um befallene Bäume so schnell wie möglich aus den Wäldern zu entfernen. "Mehr Regen als im Vorjahr, etwas kühler und vor allem die kontinuierliche und schnelle Aufarbeitung der Schäden; das sind die drei wesentlichen Gründe, warum wir in diesem Jahr 25 Prozent weniger Borkenkäferschäden haben als im letzten Jahr", sagte ein Staatsforsten-Sprecher.

Borkenkäfer befallen hauptsächlich Fichten und Kiefern, die Insekten legen Fraßgänge unter der Rinde an und können die Bäume in kurzer Zeit zum Absterben bringen. Trockenheit und Wärme begünstigen die Käfer in doppelter Hinsicht: Die Insekten vermehren sich schneller, gleichzeitig sinkt die Abwehrkraft der Bäume. In Bayern sind hauptsächlich Fichten betroffen (Lesen Sie auch: Marktoberdorfer Förster sagt, wie der Wald gesund bleibt).

Herbst und Winter sind zwar Ruhephasen für die Käfer, nicht aber für Förster und Waldarbeiter: "Viele Käfer haben sich in den Fichten eingebohrt", sagte der Sprecher. Die befallenen Bäume müssten über die gesamten Herbst- und Wintermonate aufgearbeitet werden. "Dann werden wir im kommenden Jahr eine geringere Ausgangspopulation haben und die Chancen auf weiter sinkende Schadholzzahlen sind sehr gut."