Warnstreiks in Bayern

Warnstreiks im öffentlichen Dienst starten in Augsburg

Mit Warnstreiks ist auch in Bayern zu rechnen. Die zweite Runde der Tarifverhandlungen für den öffentlichen Dienst hatte am Sonntag keine Einigung gebracht.

Mit Warnstreiks ist auch in Bayern zu rechnen. Die zweite Runde der Tarifverhandlungen für den öffentlichen Dienst hatte am Sonntag keine Einigung gebracht.

Bild: picture alliance/Martin Schutt/dpa-Zentralbild/dpa, Archivfoto

Mit Warnstreiks ist auch in Bayern zu rechnen. Die zweite Runde der Tarifverhandlungen für den öffentlichen Dienst hatte am Sonntag keine Einigung gebracht.

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Den Warnstreik-Auftakt machen in Bayern Mitarbeiter der Augsburger Stadtentwässerung. In den nächsten Tagen könnten Aktionen mit größeren Auswirkungen folgen.
Mit Warnstreiks ist auch in Bayern zu rechnen. Die zweite Runde der Tarifverhandlungen für den öffentlichen Dienst hatte am Sonntag keine Einigung gebracht.
dpa
22.09.2020 | Stand: 06:08 Uhr

Auch in Bayern starten die Warnstreiks im öffentlichen Dienst. Verdi hat Mitarbeiter der Stadtentwässerung in Augsburg für Dienstag (ab 6.00 Uhr) zu einem ersten Ausstand aufgerufen. Die Gewerkschaft ging davon aus, dass etwa 100 bis 200 Beschäftigte des öffentlichen Dienstes an der Aktion teilnehmen werden, wie ein Sprecher vorab sagte.

Verdi rechnet nicht damit, dass die Aktion für die Bevölkerung deutlich spürbare Auswirkungen hat. Es werde einen Notdienst geben, so dass es bei der Abwasserreinigung zu keinen Einschränkungen komme. Der Warnstreik betreffe eher örtliche Baustellen und andere Tätigkeiten des Tiefbauamtes. Zudem soll es eine Kundgebung geben.

Auch die Stadt Augsburg erklärte, dass es zu keinen Auswirkungen im laufenden Betrieb des Klärwerks kommen werde. Abteilungsleiter Klaus Stegmayer sagte, lediglich Wartungs- und Instandhaltungsarbeiten würden nicht durchgeführt, auch einige Laboranalysen dürften liegenbleiben.

Warnstreiks: Auch Kindertagesstätten und Krankenhäuser könnten in Bayern betroffen sein

Der Ausstand in Augsburg ist der Auftakt zu Protesten in Bayern. Verdi hatte ab Dienstag bundesweit Warnstreiks im öffentlichen Dienst angekündigt. Dies könnte in den nächsten Tagen beispielsweise auch Kindertagesstätten oder Krankenhäuser im Freistaat betreffen.

Das fordert Verdi

Verdi fordert in der laufenden Tarifrunde für die bundesweit 2,3 Millionen Beschäftigten im öffentlichen Dienst 4,8 Prozent mehr Lohn, mindestens aber 150 Euro mehr im Monat. Die Arbeitgeber haben in den ersten zwei Verhandlungsrunden noch kein Angebot vorgelegt. "Die öffentlichen Arbeitgeber haben sich zwei Runden lang eingemauert", begründete Verdi-Chef Frank Werneke die Warnstreiks. Diese seien daher unvermeidlich.

Nächste Verhandlungsrunde im Oktober

Die nächste Verhandlungsrunde ist für den 22. Oktober geplant. Verhandelt wird für 2,3 Millionen Tarifbeschäftigte von Bund und Kommunen. Auf die mehr als 200 000 Beamten soll das Ergebnis nach Ansicht der Gewerkschaften übertragen werden.