Von wegen Zugvögel

Warum so viele Störche in Bayern überwintern

Rund 300 Störche überwintern in diesem Jahr in Bayern. Das veränderte Zugverhalten der Tiere hat einen Grund.

Rund 300 Störche überwintern in diesem Jahr in Bayern. Das veränderte Zugverhalten der Tiere hat einen Grund.

Bild: Patrick Pleul, dpa (Symbolbild)

Rund 300 Störche überwintern in diesem Jahr in Bayern. Das veränderte Zugverhalten der Tiere hat einen Grund.

Bild: Patrick Pleul, dpa (Symbolbild)

Rund 300 Störche überwintern in diesem Jahr in Bayern. Das veränderte Zugverhalten der Tiere hat einen Grund.
dpa
10.12.2020 | Stand: 13:35 Uhr

Rund 300 Störche überwintern in diesem Jahr in Bayern. Das sei eine ähnliche hohe Zahl wie in den Vorjahren, teilte der Landesbund für Vogelschutz (LBV) am Donnerstag im mittelfränkischen Hilpoltstein mit. Es sei jedoch nicht auszuschließen, dass bei längerer Kälte einige der Vögel doch noch weiterziehen.

Das veränderte Zugverhalten geht auf Störche zurück, die vor Jahren in der Schweiz, dem Elsass und Baden-Württemberg ausgewildert worden seien. Diese haben sich zum Teil auch in Bayern angesiedelt. "Seither haben sich einige dieser ehemaligen Projektstörche mit wilden Störchen gepaart und ihr neues Überwinterungsverhalten an die jeweiligen Brutpartner weitergeben", erläuterte LBV-Expertin Oda Wieding.

Wie sich das Wetter und der Klimawandel auf ihr Verhalten auswirkt, lässt sich deshalb nicht mehr sagen. Ein Zeichen für den Klimawandel könnte der Storchenexpertin zufolge aber sein, dass in den vergangenen Wintern deutlich mehr Silberreiher in Deutschland überwinterten.

In Bayern gibt es immer mehr Störche

Mehr als 1.500 Weißstorchenjunge sind heuer im Freistaat flügge geworden. "Wir haben in den letzten Jahren einen steigenden Bestand in Bayern", so Wieding. Nach den diesjährigen Zählungen haben über 750 Paare Nester besetzt. Über 600 von ihnen haben erfolgreich gebrütet.

Dass die Bilanz so gut ausfällt, hätte Wieding noch im Frühjahr nicht gedacht. "Anfang Mai hatten wir eine längere Regenphase" - eine Gefahr für Jungtiere, denn sie werden nass und kalt und bekommen weniger Futter.