Affenpocken in Bayern

Bayern will Impfstoff gegen Affenpocken - So schätzen Experten die Lage ein

Im Institut für Mikrobiologie der Bundeswehr in München wurde erstmals in Deutschland bei einem Patienten das Affenpockenvirus zweifelsfrei nachgewiesen. Jetzt will Bayern Impfstoff bestellen.

Im Institut für Mikrobiologie der Bundeswehr in München wurde erstmals in Deutschland bei einem Patienten das Affenpockenvirus zweifelsfrei nachgewiesen. Jetzt will Bayern Impfstoff bestellen.

Bild: Martin Bühler, Bundeswehr/dpa

Im Institut für Mikrobiologie der Bundeswehr in München wurde erstmals in Deutschland bei einem Patienten das Affenpockenvirus zweifelsfrei nachgewiesen. Jetzt will Bayern Impfstoff bestellen.

Bild: Martin Bühler, Bundeswehr/dpa

Affenpocken sind auf dem Vormarsch – auch in Deutschland. Nun wird an Regeln für Isolation und Quarantäne gearbeitet. Auch Impfstoffe sind schon im Gespräch.
23.05.2022 | Stand: 21:22 Uhr

Bayern will vor dem Hintergrund steigender Infektionszahlen mit Affenpocken rasch Impfstoff bestellen. Gesundheitsminister Klaus Holetschek (CSU) sagte unserer Redaktion, der Freistaat habe bereits Kontakt zu einem Hersteller aufgenommen.

Zunächst müsse aber mit dem Bund und den Gesundheitsministerien der Länder das weitere Vorgehen besprochen werden. Experten gehen davon aus, dass normale Pockenimpfstoffe auch gut gegen Affenpocken schützen.

Großbritannien empfiehlt drei Wochen Quarantänezeit bei Affenpocken

Das Bundesgesundheitsministerium rechnet mit einer weiter zunehmenden Zahl von Affenpocken auch in Deutschland. Weltweit sind inzwischen deutlich mehr als 100 Fälle erfasst. Erste Länder beginnen bereits mit Impfungen von Kontaktpersonen Infizierter mit hohem Ansteckungsrisiko. Die britische Gesundheitsbehörde setzte als empfohlene Quarantänezeit für enge Kontaktpersonen von Infizierten drei Wochen fest. In Deutschland gibt es noch keine solchen Empfehlungen, es werde aber daran gearbeitet, teilte Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) mit.

(Lesen Sie auch: Affenpocken in Deutschland: Vier Personen in München in Quarantäne)

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