Neuer Bußgeldkatalog

Wegen Formfehler: Tausende Raser in Bayern bekommen ihren Führerschein zurück

Trotz eines Fahrverbots ist eine Frau in Memmingen mit ihrem Auto bei der Polizei aufgetaucht. Das hatte natürlich Folgen.

Trotz eines Fahrverbots ist eine Frau in Memmingen mit ihrem Auto bei der Polizei aufgetaucht. Das hatte natürlich Folgen.

Bild: Oliver Berg/dpa (Symbolbild)

Trotz eines Fahrverbots ist eine Frau in Memmingen mit ihrem Auto bei der Polizei aufgetaucht. Das hatte natürlich Folgen.

Bild: Oliver Berg/dpa (Symbolbild)

Der neue, strengere Bußgeldkatalog hat im Frühjahr viele Autofahrer den Führerschein gekostet - beinahe. Denn Tausende bekamen ihn unerwartet zurück.
10.12.2020 | Stand: 16:15 Uhr

Wegen eines Formfehlers bei der Änderung des Bußgeldkatalogs haben in Bayern rund 4200 Autofahrer ihre Führerscheine zurückbekommen. Das geht aus einer Antwort des bayerischen Innenministeriums an die FDP-Landtagsfraktion hervor.

Demnach mussten 4241 rechtskräftige Fahrverbote wieder aufgehoben werden. 3360 weitere Bescheide, die noch nicht rechtskräftig waren, wurden demnach wieder zurückgenommen.

Die Änderung des Bußbeldkatalogs war im April in Kraft getreten. Wer innerorts 21 bis 30 oder außerorts 26 bis 40 Kilometer pro Stunde zu schnell fuhr, sollte mit einem Monat Fahrverbot bestraft werden. Davon waren auch etliche Autofahrer im Allgäu betroffen.

Anfang Juli hob das bayerische Innenministerium die Regelungen wegen rechtlicher Bedenken wieder auf. Auch neu eingeführte Bußgelder für Autofahrer, die Radfahrer etwa durch zu enges Überholen gefährden, sind damit vorerst außer Kraft.