Streiks in Bayern

Weitere Warnstreiks im öffentlichen Dienst in Bayern beginnen

Die Gewerkschaft Verdi kündigt für diese Woche weitere Warnstreiks an.

Die Gewerkschaft Verdi kündigt für diese Woche weitere Warnstreiks an.

Bild: Karl-Josef Hildenbrand/dpa (Archiv)

Die Gewerkschaft Verdi kündigt für diese Woche weitere Warnstreiks an.

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Kitas, Krankenhäuser, Behörden und Linienbusse - die Gewerkschaft Verdi hat für diese Woche weitere Warnstreiks im öffentlichen Dienst angekündigt.
Die Gewerkschaft Verdi kündigt für diese Woche weitere Warnstreiks an.
dpa
28.09.2020 | Stand: 09:38 Uhr

Update, Montag 28. September, 9.30 Uhr: Gewerkschaft kündigt "lebhafte Woche" an

Zum Start in die neue Woche sind viele Menschen in Augsburg und München von Warnstreiks im öffentlichen Dienst betroffen. Kitas, Krankenhäuser, Behörden und Linienbusse - die Gewerkschaft Verdi hat Ausstände in etlichen Bereichen angekündigt. "In manchen Teilen sind es ein paar Stunden, in anderen Teilen ist es der ganze Tag", sagte der Gewerkschaftssprecher in Bayern, Hans Sterr, am Montag zur Dauer der Aktionen. Für die kommenden Tage kündigte er an: "Es wird eine lebhafte Woche bleiben." Details wollte er noch nicht verraten, aber der öffentliche Nahverkehr wird in jedem Fall betroffen sein.

Von Montag bis Freitag sollen in mehreren Städten im Freistaat zahlreiche kommunale Einrichtungen betroffen sein. In der Landeshauptstadt gilt dies nach Gewerkschaftsangaben beispielsweise am Montag für Kitas und für das Klinikum München. In der Münchner Innenstadt soll es an mehreren Orten zu Versammlungen von Streikenden kommen.

In Augsburg rechnet die Stadt damit, dass wegen der Protestaktion bei der Müllabfuhr am Montag möglicherweise die vollen Tonnen nicht abgeholt werden können. Bereits seit vergangenem Dienstag gab es kleinere Warnstreiks in der schwäbischen Stadt.

Am Dienstag bundesweite Warnstreiks im ÖPNV

Für den morgigen Dienstag sind bundesweite Warnstreiks im öffentlichen Nahverkehr angekündigt. Die Münchner Verkehrsgesellschaft bereitet die Kunden bereits auf "erhebliche Einschränkungen bei U-Bahn, Tram und Bus" vor. In München soll dann zumindest ein Teil des Linienverkehrs aufrechterhalten werden.

Dies gehe aber aus Sicherheitsgründen nicht bei der U-Bahn, nur Busse und Straßenbahnen könnten im eingeschränkten Betrieb fahren, teilte das Kommunalunternehmen mit.

Über 40 Busfahrer hatten bereits am Freitag in Kaufbeuren gestreikt.

Verdi und der Beamtenbund dbb fordern für die bundesweit 2,3 Millionen Tarifbeschäftigten von Bund und Kommunen 4,8 Prozent mehr Geld, mindestens aber 150 Euro. Mitte September war die zweite Verhandlungsrunde ohne Ergebnis geblieben. Die dritte Verhandlungsrunde ist für den 22. und 23. Oktober angesetzt.