Gerichtsverhandlung in München

Zähne kaputt - Kein Schmerzensgeld von Basketballtrainer

Ein Basketballtrainer hat einen seiner Schützlinge bei einem Spiel mit dem Ellenbogen an der Lippe getroffen und seine Schneidezähne verletzt. Er muss dem Spieler kein Schmerzensgeld zahlen, entschied das Gericht.

Ein Basketballtrainer hat einen seiner Schützlinge bei einem Spiel mit dem Ellenbogen an der Lippe getroffen und seine Schneidezähne verletzt. Er muss dem Spieler kein Schmerzensgeld zahlen, entschied das Gericht.

Bild: Peter Steffen, dpa (Symbolbild)

Ein Basketballtrainer hat einen seiner Schützlinge bei einem Spiel mit dem Ellenbogen an der Lippe getroffen und seine Schneidezähne verletzt. Er muss dem Spieler kein Schmerzensgeld zahlen, entschied das Gericht.

Bild: Peter Steffen, dpa (Symbolbild)

Bei einem Basketballspiel hat ein Spieler den Ellenbogen seines Trainers an die Lippe bekommen. Danach waren seine Zähne kaputt. Der Trainer muss nicht zahlen.
Ein Basketballtrainer hat einen seiner Schützlinge bei einem Spiel mit dem Ellenbogen an der Lippe getroffen und seine Schneidezähne verletzt. Er muss dem Spieler kein Schmerzensgeld zahlen, entschied das Gericht.
dpa
05.02.2021 | Stand: 10:33 Uhr

Ein Basketball-Jugendtrainer muss nach dem Zusammenstoß mit einem seiner Schützlinge kein Schmerzensgeld zahlen. Das hat das Amtsgericht München in einem am Freitag veröffentlichten Urteil entschieden. "Durch die Teilnahme an Sportarten, bei denen Körpereinsatz gegen den Mitspieler in gewissen Grenzen zur Eigenart des Sports gehört, setzt sich der Teilnehmer der spieltypischen Verletzungsgefahr bewusst aus", entschied das Gericht.

Mit dem Ellenbogen Zähne kaputt gemacht

Ein damals 17-Jähriger hatte bei einem Basketballspiel den Ellenbogen seines Trainers an die Lippe bekommen und sich dabei so an den Schneidezähnen verletzt, dass er drei Monate lang nur flüssige Nahrung zu sich nehmen konnte. Er verlangte knapp 4000 Euro Schadenersatz und Schmerzensgeld von seinem Trainer - sowie den Ersatz erst künftig eintretender weiterer Schäden.

Urteil ist rechtskräftig

Das Gericht wies die Klage ab: "Einen ihm dann entstehenden Schaden kann er nicht auf einen anderen, etwa einen Gegenspieler, abwälzen; jeder Spieler ist beim "Kampf um den Ball" potenzieller Verletzer als auch Verletzter." Das Urteil ist rechtskräftig, weil der Kläger seine Berufung zurückgenommen hat.