Keine Hinweise auf Terror

Zwei Menschen in Nürnberg erschossen - Polizei vermutet Beziehungstat

Ein Polizist bewacht die Zufahrt zum Wohnviertel, indem auf offener Straße zwei Menschen zuvor erschossen worden.

Ein Polizist bewacht die Zufahrt zum Wohnviertel, indem auf offener Straße zwei Menschen zuvor erschossen worden.

Bild: Daniel Karmann/dpa

Ein Polizist bewacht die Zufahrt zum Wohnviertel, indem auf offener Straße zwei Menschen zuvor erschossen worden.

Bild: Daniel Karmann/dpa

Schüsse fallen, eine Frau liegt tot auf der Straße, ein toter Mann im Taxi daneben. Die Polizei fasst einen Tatverdächtigen.
dpa
21.11.2020 | Stand: 14:27 Uhr

Eine Frau und ein Mann sind am Samstag in Nürnberg mitten auf der Straße erschossen worden. "Alles deutet auf eine Beziehungstat hin", sagte ein Polizeisprecher. Ein Tatverdächtiger habe sich widerstandslos festnehmen lassen.

Die Polizei sei gegen 10.45 Uhr von einem Zeugen alarmiert worden, dass im Stadtteil Gebersdorf Schüsse gefallen seien, sagte eine Polizeisprecherin. "Eine Frau lag auf offener Straße. In unmittelbarer Nähe stand ein Taxi, darin war ein getöteter Mann." In welcher Beziehung die beiden Opfer zueinander standen, sei noch völlig offen. Die Identität müsse nun geklärt werden. "Wir beginnen erst mit der Spurensicherung", sagte ein Polizeisprecher.

Schüsse in Nürnberg: Keine Hinweise auf Terror

Der Tatverdächtige sei nicht geflüchtet, sondern habe sich in unmittelbarer Nähe zum Tatort festnehmen lassen. Auch in welcher Beziehung der Tatverdächtige zu der Frau und zu dem Mann stand, sei noch zu klären. Aber "die Gesamtumstände und die Aussage von Zeugen deuten auf eine Beziehungstat hin", sagte die Polizeisprecherin. Es gebe keinen Hinweis auf einen terroristischen Hintergrund. Eine Schusswaffe sei in Tatortnähe gefunden worden. Auch das SEK sei im Einsatz gewesen.

Die Straßen rund um den Tatort waren abgesperrt. Der Tatverdächtige werde nun bei der Kripo vernommen und ein Haftbefehl wegen Mordes beantragt werden, sagten die Polizeisprecher. Die beiden Opfer sollen später obduziert werden.