Straßenverkehr

Buchloer Verkehrsausschuss hat Tempo und Parkplätze im Blick

Geschwindigkeitsanzeiger (Smileys) sollen in der Alois-Reiner-Straße in Buchloe aufgestellt werden. Davon versprechen sich die Stadträte „gute Erziehungswerte“.

Geschwindigkeitsanzeiger (Smileys) sollen in der Alois-Reiner-Straße in Buchloe aufgestellt werden. Davon versprechen sich die Stadträte „gute Erziehungswerte“.

Bild: Alexandra Hartmann

Geschwindigkeitsanzeiger (Smileys) sollen in der Alois-Reiner-Straße in Buchloe aufgestellt werden. Davon versprechen sich die Stadträte „gute Erziehungswerte“.

Bild: Alexandra Hartmann

Die Mitglieder diskutieren über die zahlreiche Anträge von Buchloer Bürgern. Mit Schildern und Schwellen werden Autofahrer gebremst. Freie Fahrt für Mofas auf Urbansweg.
06.12.2020 | Stand: 15:55 Uhr

Umfangreich und lang war die erste Sitzung des neu gegründeten Buchloer Verkehrsausschusses. Vier Stunden diskutierten die Mitglieder im Feuerwehrhaus unter Leitung von Manfred Beck (SPD) über 20 Tagesordnungspunkte. Unter anderem standen dabei folgende Themen im Mittelpunkt.

Unwesentlich zu schnell

„Unwesentlich zu schnell“ fahren die meisten Autofahrer, die die Alois-Reiner-Straße benutzen. Eine Messung hatte laut Marie Lerchner von der Verwaltung ergeben, dass 85 Prozent der Pkw-Lenker mit maximal 39 Stundenkilometern in der Tempo-30-Straße unterwegs sind. Während Rudolf Grieb (UBI) dies als „erschreckend“ empfand, meinte Maximilian Hartleitner (FDP), man sollte die Situation „nicht dramatisieren“. Einen „guten Erziehungswert“ bringen laut Josef Schmalholz (CSU) sogenannte Geschwindigkeitsanzeiger (Smileys). Diese sollen dort künftig aufgestellt werden, beschloss der Verkehrsausschuss.

Fahrbahnschwellen

Entschärfen sollte man Fahrbahnschwellen in der Wiedergeltinger Straße, forderte ein Anwohner. Dass dies technisch nicht ganz einfach ist, erläuterte Stadtbaumeister Stephan Müßig. Denn fräse man die Schwellen einfach ab, könnten „böse Überraschungen“ darunter hervorkommen. Grundsätzlich, so der Beschluss des Ausschusses, sollen die Schwellen erhalten bleiben. Der Bauhof werde untersuchen, ob eine günstige Verbesserung möglich ist.

Tempo 30

In der Saubsdorfer Straße wird künftig Tempo 30 gelten. Dies hatte ein Anwohner beantragt.

Gefährliche Ausfahrt

Gemeinsam mit dem Landkreis soll eine Verkehrsschau an der Augsburger Straße in Höhe der Anwesen Nummer 32 und 34 stattfinden. Die Grundstücksausfahrten dort seien „extrem gefährlich“ wie Rudolf Grieb (UBI) festgestellt hat. Aufgrund von Corona finden derzeit jedoch keinerlei Außentermine des Landratsamtes statt, erklärte der Sitzungsleiter. Das Thema wurde deshalb vertagt.

Hecke und Parken

Am Alpinaring 1 möchte ein Anlieger ein eingeschränktes Halteverbot an seinem Grundstück aufheben lassen. Dem konnte sich der Ausschuss zwar anschließen, machte es aber zur Voraussetzung, dass zuvor eine Hecke, die weit in die Straße hineinragt, zurückgeschnitten wird.

Kirchenparkplatz

Am südlichen Kirchenparkplatz bleibt die Parkregelung, wie sie ist: uneingeschränkt. Weil immer wieder Pendler und Langzeitparker dort ihre Fahrzeuge abstellen, hatte die Verwaltung eine Zehn-Stunden-Beschränkung ins Spiel gebacht, was jedoch abgelehnt wurde.

Neue Parkregelungen

An der Kapellenstraße, Höhe Einmündung Hofangerweg soll demnächst nur noch eingeschränkt geparkt werden. Schlechte Sichtverhältnisse sind der Grund für diese Entscheidung.

An der Münchener Straße dürfen zwischen Egon-Dittmann-Straße und Alpenstraße künftig nur noch Pkw und keine Lkw parken.

In der Bachstraße hingegen wurde keine Regelung getroffen. Die Situation will sich der Ausschuss nochmals genauer ansehen. „Da müssen wir dann das gesamte Umfeld betrachten“, meinte Manfred Beck.

Mofas frei

Der Urbansweg zwischen Jengen und Lindenberg wird für Mofas freigegeben. Die Fahrer müssen dann keinen gefährlichen Umweg mehr über die S 2035 nehmen.