Füssen

Ein Traumergebnis

Berufsschule

Die Bilanz der Berufsschul-Außenstelle Füssen kann sich sehen lassen: Von den 54 Schülern wurden bei der Abschlussfeier 17 mit dem Landkreispreis (Notenschnitt zwischen 1,5 und 2,00) ausgezeichnet, den Staatspreis (Notenschnitt unter 1,5) erhielten neun Schüler.

Bild: Uwe Claus

Die Bilanz der Berufsschul-Außenstelle Füssen kann sich sehen lassen: Von den 54 Schülern wurden bei der Abschlussfeier 17 mit dem Landkreispreis (Notenschnitt zwischen 1,5 und 2,00) ausgezeichnet, den Staatspreis (Notenschnitt unter 1,5) erhielten neun Schüler.

Bild: Uwe Claus

Ein ganz starker Jahrgang beendet seine Zeit an der Berufsschule in Füssen.

06.06.2020 | Stand: 10:03 Uhr

Die Bilanz der Berufsschul-Außenstelle Füssen kann sich sehen lassen: Von den 54 Schülern wurden bei der Abschlussfeier 17 mit dem Landkreispreis (Notenschnitt zwischen 1,5 und 2,00) ausgezeichnet, den Staatspreis (Notenschnitt unter 1,5) erhielten neun Schüler. „Das sind herausragende Ergebnisse für eine Berufsschule und ihr habt allen Grund zu feiern“, sagte dazu Ulrike Devries, die Leiterin der Berufsschule Ostallgäu. Verabschiedet wurden Touristik- und Einzelhandelskaufleute sowie Verkäuferinnen und Verkäufer. Für die musikalische Umrahmung sorgte eine Musikgruppe des Gymnasiums.

Den Rückblick auf das Schuljahr 2018/19 verband der Schulleiter der Außenstelle Füssen, Alfred Unsin, mit dem Gedanken an die Maueröffnung vor 30 Jahren. Er zog die Folgerung daraus, dass „nichts so bleibt, wie es ist“, auch wenn es unveränderlich scheint. Gemeinsamer Wille zur Freiheit habe unglaubliche Kräfte freigesetzt – in Polen, in Ungarn, in der Tschechoslowakei und nicht zuletzt in der DDR gingen Hunderttausende auf die Straße. Sie konnten ungehindert durch die Mauer in die Freiheit treten, denn sie stand nicht mehr im Weg. „Jede Veränderung fängt im Kopf an und es gilt sie zu nutzen. Es liegt im Wesentlichen an euch, Chancen zu nutzen und mit zu entscheiden, wie sich die ganze Art zu leben in Zukunft weiter entwickelt“, sagte Unsin.

Ulrike Devries wies in ihren Grußworten auf die guten Erfahrungen mit dem dualen System in der Ausbildung, also im Betrieb und der Berufsschule hin, das weltweit größtes Ansehen genieße. Dass neun von 54 Auszubildenden einen Notenschnitt von 1,5 oder besser erreicht haben, sei ein Traumergebnis. „Sie werden für die neuen Herausforderungen, die auf sie warten, bestens gewappnet sein und die beruflichen Perspektiven sind hervorragend“, sagte sie. Dafür gäbe es drei Gründe: Als Fundament bringen die Absolventen Begabung, Leistungsfähigkeit und Motivation mit. Sie hätten alle eine Ausbildung in einem hochwertigen Ausbildungssystem durchlaufen und der Wirtschaftsraum in der Region biete hervorragende Voraussetzungen. Um zu verhindern, dass junge Leute in die Ballungsräume abwandern, plane die Berufsschule Ostallgäu in Kooperation unter anderem mit der Hochschule Kempten das Angebot eines Verbundstudiums auf dem Gebiet Tourismusmanagement.

„Den Beruf als Dialog zwischen den Generationen zu sehen, der eine Einheit für das gesamte Leben ist“, bedeutet für Max Streif als Innungsobermeister der Schreiner die Basis für den Erfolg. „Die Lehrer haben euch das Rüstzeug mitgegeben – euer Wissen und Können im Beruf umzusetzen, ist nun eure Aufgabe.“ Er gab den jungen Absolventen den Rat, „sich nach der Schule nun nicht zu lange nur zurückzulehnen“.

Mit Werner Friedl, Fachlehrer im BGJ-Holztechnik, überreichte er Anna-Magdalena Zink und David Wittek Buchpreise für ihre hervorragenden Leistungen im Berufsgrundschuljahr. Natalie Zeisler, Ann-Katrin Fischer und Berkan Alici bedankten sich die Namen der Schüler bei der Lehrerschaft für ihr Engagement: „Wir haben auf fast jede Frage eine gute Antwort bekommen.“ Der Schultag brachte dazu auch eine Abwechslung im Arbeitsalltag „und das haben wir genossen“.