Neue Gesetze

Krankenkasse, Zeitumstellung, Kinderbonus: Das ändert sich am 1. Oktober

Änderungen und neue Gesetze ab 1. Oktober 2020: Auch der neue Monat bringt in Deutschland einige Veränderungen mit sich. Vor allem Kassenpatienten und Eltern können sich über eine finanzielle Verbesserung freuen.

Änderungen und neue Gesetze ab 1. Oktober 2020: Auch der neue Monat bringt in Deutschland einige Veränderungen mit sich. Vor allem Kassenpatienten und Eltern können sich über eine finanzielle Verbesserung freuen.

Bild: Bernd Wüstneck

Änderungen und neue Gesetze ab 1. Oktober 2020: Auch der neue Monat bringt in Deutschland einige Veränderungen mit sich. Vor allem Kassenpatienten und Eltern können sich über eine finanzielle Verbesserung freuen.

Bild: Bernd Wüstneck

Am 1. Oktober 2020 gibt es in Deutschland wieder mehrere neue Gesetze und Änderungen. Betroffen sind unter anderem Eltern und Kassenpatienten. Der Überblick.
Änderungen und neue Gesetze ab 1. Oktober 2020: Auch der neue Monat bringt in Deutschland einige Veränderungen mit sich. Vor allem Kassenpatienten und Eltern können sich über eine finanzielle Verbesserung freuen.
Von Allgäuer Zeitung
19.10.2020 | Stand: 15:34 Uhr

Änderungen und neue Gesetze ab 1. Oktober 2020: Auch der neue Monat bringt in Deutschland einige Veränderungen mit sich. Vor allem Kassenpatienten und Eltern können sich über eine finanzielle Verbesserung freuen. Hier der Überblick über die wichtigsten Änderungen ab 1. Oktober.

Änderung ab 1. Oktober: Zuschüsse der Krankenkassen für Zahnersatz steigen

Gute Nachrichten für Kassenpatienten: Die Festzuschüsse für Zahnersatz steigen. Wer fünf Jahre ohne Unterbrechung die geforderten Vorsorgetermine nachweisen kann, bekommt 70 statt bisher 60 Prozent Festzuschuss für einen Zahnersatz. Bei zehn Jahren sind es 75 statt bisher 65 Prozent. Auch die Festzuschüsse für alle, die keine entsprechenden Nachweise im Bonusheft vorweisen können, steigen: von bisher 50 auf 60 Prozent.

Und nicht nur das - wer einmal den Vorsorgetermin versäumt hat, kann seinen Bonusanspruch womöglich trotzdem behalten. Bisher war ein lückenlos geführtes Bonusheft die Voraussetzung für einen erhöhten Kassenzuschuss zum Zahnersatz. Doch das ändert sich zum 1. Oktober 2020 zumindest teilweise: So kann zumindest für den höchsten Zuschuss, für den Patienten zehn Jahre ohne Unterbrechung die notwendigen Vorsorgetermine nachweisen müssen, das einmalige Versäumnis einer Untersuchung folgenlos sein. Darauf weist die Kassenzahnärztliche Bundesvereinigung (KZBV) hin. Patienten müssen allerdings gegenüber der Kasse schlüssig begründen können, warum sie nicht zum Zahnarzt gehen konnten.

Im Oktober gibt es eine weitere Kinderbonus-Zahlung für Eltern

Um in der Corona-Krise finanzielle Härten etwas abzufedern, bekommen Eltern aktuell einen staatlichen Kinderbonus ausbezahlt. Die erste Rate des Kinderbonus in Höhe von 200 Euro für rund 16 Millionen Kinder wurde im September ausgezahlt. Die Auszahlung der zweiten Rate in Höhe von 100 Euro erfolgt nun ab 7. Oktober - wieder automatisch, ohne dass ein Antrag gestellt werden muss. Um Zahlungsfehlläufer zu vermeiden, sollten Adress- und Kontodatenänderungen bis spätestens 31. Oktober der zuständigen regionalen Familienkasse mitgeteilt werden, so die Familienkasse. Dies sei online unter www.familienkasse.de "Veränderungen mitteilen" möglich.

Ab Oktober 2020 schnellerer Ausweg aus der Insolvenz möglich

Künftig können überschuldete Unternehmen und Verbraucher schon spätestens drei Jahren der Insolvenz entkommen. Voraussetzung dafür ist nicht mehr die Erfüllung einer Mindestbefriedigungsquote der Gläubiger sowie die Begleichung von Verfahrenskosten. Das teilt die Bundesregierung mit. Die kürzere Verfahrensdauer von drei Jahren soll für alle ab dem 1. Oktober 2020 beantragten Verfahren gelten. Für zwischen dem 17. Dezember 2019 und dem 30. September 2020 beantragte Insolvenzverfahren gilt eine Übergangsregelung.

Weltweite Corona-Reisewarnung wird durch einzelne Hinweise und Reisewarnungen ersetzt

Die ehemals weltweite Covid-19-Reisewarnung wird ab 1. Oktober 2020 durch differenzierte Reise- und Sicherheitshinweise und Reisewarnungen für einzelne Länder ersetzt. Das berichtet das Auswärtige Amt. Eine Reisewarnung gelte grundsätzlich weiterhin für alle Länder, die von der Bundesregierung als Risikogebiet eingestuft sind.

  • Für Länder, für die eine Einreise nur eingeschränkt möglich ist, eine Quarantäne nach Einreise vorgesehen ist oder die in einer Gesamtschau keinen uneingeschränkten Reiseverkehr zulassen, wird in der Regel von nicht notwendigen, touristischen Reisen abgeraten.
  • Für Länder, bei denen sowohl das Infektionsgeschehen gering ist als auch uneingeschränkte Reisemöglichkeiten bestehen und keine sonstigen Gründe dagegensprechen, wird die Reisewarnung aufgehoben und zu besonderer Vorsicht geraten.
  • Die Einstufung als Corona-Risikogebiet zieht ab Oktober automatisch eine Reisewarnung des Auswärtigen Amtes nach sich. Das sehen die neuen Regelungen für Reisewarnungen und Reisehinweise vor. So hat es das Kabinett am Mittwoch beschlossen.

Zeitumstellung im Oktober auf Winterzeit 2020

Niemand mag sie, alle wollen sie abschaffen - und doch es gibt sie weiterhin: die Zeitumstellung. Im Oktober ist es wieder soweit. Am 25. Oktober wird die Uhr umgestellt auf Winterzeit - also eine Stunde zurück von 3 Uhr nachts auf 2 Uhr nachts.