Recht

Urkunden online beantragen: Verbraucherzentrale warnt vor Kostenfallen

Viele Behörden bieten die Möglichkeit, Dokumente im Internet zu beantragen. Dabei ist jedoch Vorsicht geboten vor dubiosen Dienstleistern, die extra kassieren wollen.

Viele Behörden bieten die Möglichkeit, Dokumente im Internet zu beantragen. Dabei ist jedoch Vorsicht geboten vor dubiosen Dienstleistern, die extra kassieren wollen.

Bild: Marius Becker, dpa (Symbolbild)

Viele Behörden bieten die Möglichkeit, Dokumente im Internet zu beantragen. Dabei ist jedoch Vorsicht geboten vor dubiosen Dienstleistern, die extra kassieren wollen.

Bild: Marius Becker, dpa (Symbolbild)

Viele Behörden bieten die Möglichkeit, Dokumente im Internet zu beantragen. Dabei ist jedoch Vorsicht geboten vor dubiosen Dienstleistern.
24.08.2020 | Stand: 09:53 Uhr

Viele Behörden bieten die Möglichkeit, offizielle Dokumente im Internet zu beantragen. Dabei ist jedoch Vorsicht geboten. „Es gibt viele Dienstleister, die darauf aus sind, beim Verbraucher extra abzukassieren“, sagt Tatjana Halm, Rechtsexpertin der Verbraucherzentrale Bayern.

Solche Anbieter leiten die Anträge für zum Beispiel Führungszeugnisse oder Geburtsurkunden meist nur an die zuständige Behörde weiter. Und dafür verlangen sie zusätzliche Kosten. „Häufig kommt es vor, dass Verbraucher das gewünschte Dokument gar nicht erhalten. Stattdessen bekommen sie lediglich Informationen zur Beantragung“, so Tatjana Halm. Dabei sind diese Infos kostenlos bei den Behörden zu erhalten.

Die Verbraucherschützerin warnt auch vor dem dreisten Angebot, einen Führerschein online zu erwerben ohne Theorie- und Praxisstunden absolviert zu haben. „Hier kann sich der Verbraucher möglicherweise sogar strafbar machen.“

Ein Blick ins Impressum hilft

Die Verbraucherzentrale Bayern empfiehlt: Wer offizielle Dokumente online beantragen möchte, sollte auf der Internetseite der Stadt oder Gemeinde nachsehen, ob die nötigen Unterlagen online angefordert werden können. So vermeiden Verbraucher, am Ende doppelt zu zahlen.

Wenn bei Angeboten im Netz unklar ist, ob es sich um eine offizielle Website handelt, hilft ein Blick ins Impressum. Bei anfallenden Gebühren rät die Verbraucherzentale Bayern, genau darauf zu achten, wofür diese erhoben werden. Bei Dienstleistern ist dies oft erst aus den Allgemeinen Geschäftsbedingungen ersichtlich.