Unterthingau/Pfronten

Insolvenz von Multitec-Jakob ist abgewickelt

Werkzeugbauer schließt zwei Werke
Von hkw
12.04.2019 | Stand: 15:59 Uhr

Das Ostallgäuer Werkzeugbau-Unternehmen Multitec-Jakob gibt es nicht mehr. Der Geschäftsbetrieb ist eingestellt, die Werke Unterthingau und Pfronten sind geschlossen, sagt Insolvenzverwalter Dr. Matthias Schneider. Ende 2017 war wegen der Schieflage des Betriebs, bei dem rund 120 Mitarbeiter tätig waren, das Insolvenzverfahren eröffnet worden.

Dabei war die in Nesselwang gegründete Multitec erst 2012 von der branchenerfahrenen Firmengruppe Jakob aufgekauft und mit ihrer Firma T+S Jakob (Pfronten) fusioniert worden. Die Unterfranken betreiben im Ostallgäu mehrere Firmen für Spann- und Antriebstechnik und Werkzeugbau, etwa Ott-Jakob in Lengenwang. Bei Multitec habe man die Fusionskosten aber nie bewältigt, sagt Schneider. Interimsmanager Thomas Mertens kritisiert zudem, dass nach der Fusion fünf Jahre lang fast nichts in den Maschinenpark investiert worden sei.

Als Erfolg feiern Schneider und Mertens, dass sie die insolvente Firma und ihren Maschinenpark größtenteils an drei Allgäuer Betriebe verkaufen konnten. Alle verbleibenden Mitarbeiter seien von den Käuferfirmen, darunter die Erhart GmbH (Pfronten/Füssen), übernommen worden. Mitarbeiter, die selbst andere Jobs suchten, „wurden mit einem Sozialplan abgefunden“, sagt Schneider. Ihm zufolge wird eine Insolvenzquote im guten zweistelligen Bereich erzielt.